Del-finale: olympia-stars kämpfen um den titel – und der bundestrainer schaut zu!
Mannheim und Berlin, die beiden Finalisten der Deutschen Eishockey Liga (DEL), bringen nicht nur ein halbes Dutzend potenzielle WM-Kandidaten auf das Eis, sondern auch gleich zehn ehemalige Olympiateilnehmer von Mailand. Harold Kreis, der Bundestrainer, wird bei dieser hochkarätigen Finalserie natürlich zuschauen – und dabei vielleicht schon einen Blick auf seine zukünftigen Weltmeister werfen.
Ein duell der giganten mit wm-relevanz
Die Spannung ist kaum zu übertreffen: Am Freitagabend (19.30 Uhr/MagentaSport) beginnt die Finalserie zwischen den Adlern Mannheim und den Eisbären Berlin. Es ist nicht nur ein Kampf um den DEL-Titel, sondern auch ein wichtiger Gradmesser für die WM-Vorbereitung. Denn neben den zehn Olympiateilnehmern könnten noch weitere sechs Spieler in die Verlosung für die Weltmeisterschaft in der Schweiz (15. bis 31. Mai) kommen. Wer von denjenigen, die am Donnerstagabend im dritten Testspiel gegen die Slowakei den ersten Sieg feierten, letztendlich dabei sein wird, bleibt jedoch noch offen.
Ein weiterer Faktor, der die Kaderplanung von Bundestrainer Kreis kompliziert, ist das Fehlen der Nationalspieler aus den gescheiterten DEL-Halbfinalisten Red Bull München und Kölner Haie – sowie der ausstehenden Nordamerika-Profis. Daniel Fischbuch, der Iserlohner Kapitän, der im Testspiel gegen die Slowakei sein zweites Tor erzielte, scheint jedoch gute Chancen zu haben, sich für die WM zu empfehlen. Der Ex-Berliner und Ex-Mannheimer kündigte an, „mit der Mannschaft zusammen“ das erste Finale zu verfolgen und „für beide die Daumen zu drücken“, ein Zeichen seiner Verbundenheit mit der Liga.

Kreis' dilemma: neutralität ist schwer
Für Harold Kreis, der 19 Jahre lang in Mannheim spielte, ist es sicherlich nicht einfach, vollkommen neutral zu bleiben. „Es fällt mir manchmal schwer, total neutral zu bleiben“, gestand der Bundestrainer schmunzelnd. „Aber diesmal gelingt es mir.“ Er erwartet „eine fantastische Serie“, die er mit Spannung verfolgen wird. Die WM-Vorbereitung geht am Samstag (17.00 Uhr/MagentaSport) in Augsburg gegen die Slowakei weiter, wobei die Mannschaft in der kommenden Woche eine deutlich andere Besetzung aufweisen dürfte, wenn am 30. April in Zell am See und am 2. Mai in Garmisch-Partenkirchen Österreich der Gegner ist. Die DEL-Finalisten werden erst bei der WM-Generalprobe am 10. Mai in Mannheim gegen die USA zur Verfügung stehen.
Die Finalserie zwischen Mannheim und Berlin verspricht Eishockey auf höchstem Niveau und wird zweifellos einen wichtigen Einfluss auf die Kaderplanung der deutschen Nationalmannschaft haben.
