Đedović: rückkehr nach berlin – „alba ist mehr als nur eine mannschaft“

Nihad Đedović kehrt zurück in die deutsche Hauptstadt – und das im Champions-League-Viertelfinale. Der Ex-Alba-Spieler, der nun für Unicaja Málaga die Segel setzt, spricht im rbb|24-Interview über seine Zeit in Berlin, die Rivalität mit Bayern München und seine neue Rolle als erfahrener Spieler.

Die alba-kultur: mehr als nur basketball

Zehn Jahre lang war Nihad Đedović eine feste Größe in der Basketball-Bundesliga. Zuerst in Alba Berlin, dann beim großen Rivalen aus München. Nun trifft er mit Málaga wieder auf die Albatrosse. „In Berlin und gegen Alba zu spielen, ist immer sehr schön“, betont Đedović. „Sie haben ein gutes Publikum und wir freuen uns darauf.“ Er erinnert sich an die besondere Atmosphäre in Berlin, wo der Verein mehr sei als nur eine Mannschaft – eine Kultur, geprägt von großer Fan-Nähe und Respekt.

Während seiner Zeit bei Alba gelang es dem Team, den BBL-Pokal zu erringen, ein Erfolg, der ihm noch in Erinnerung geblieben ist. „Ich hatte auch das Glück, in meiner Zeit bei Alba den Pokal zu gewinnen“, sagt er.

Von berlin nach münchen und nun málaga: eine bewegte karriere

Von berlin nach münchen und nun málaga: eine bewegte karriere

Nach seiner Zeit in Berlin wechselte Đedović zum FC Bayern München, wo er drei Deutsche Meisterschaften und zwei BBL-Pokale gewann. Er blickt zurück auf eine spannende Zeit, in der sich eine starke Rivalität zwischen Alba und Bayern entwickelte. „Es hat immer Spaß gemacht, gegen sie zu spielen“, so Đedović.

Die Entscheidung, nach Málaga zu wechseln, kam nicht völlig überraschend. Obwohl er sich in München zu Hause gefühlt hatte, suchte er eine neue Herausforderung. „Ich bin jetzt das vierte Jahr hier und fühle mich gut“, sagt er. Er schätzt die neue Perspektive unter einem Trainer, der nicht aus Ex-Jugoslawien stammt und ihm eine andere basketballerische Vision vermittelt.

Der veteran mit neuer rolle: mehr spielpraxis und offensive verantwortung

Der veteran mit neuer rolle: mehr spielpraxis und offensive verantwortung

Mit 36 Jahren hat Đedović seine Rolle im Team neu definiert. Während er in den vergangenen Jahren vor allem als Mentor und Anführer in der Kabine agierte, hat er nun wieder mehr Spielpraxis und trägt zur Offensive bei. „Ich bin zwar immer noch Veteran, aber der Fokus liegt wieder mehr auf dem Spiel“, erklärt er.

„Einen haarsalon oder ein restaurant zu eröffnen, wäre nicht gut“

„Einen haarsalon oder ein restaurant zu eröffnen, wäre nicht gut“

Đedović ist sich bewusst, dass das Viertelfinale gegen Alba Berlin alles andere als ein Selbstläufer wird. Er schätzt die Chancen auf 50:50 ein und betont, dass die Berliner ein starkes Team sind, das modernen und schnellen Basketball spielt. Auf die Frage, was er nach seiner Karriere machen wird, antwortet er lachend: „Einen Haarsalon oder ein Restaurant zu eröffnen, wäre nicht gut.“ Stattdessen träumt er davon, als Trainer im Basketball zu arbeiten und seine Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben.

Die Rückkehr nach Berlin wird für Đedović zweifellos ein besonderes Ereignis sein – ein Wiedersehen mit alten Freunden und Rivalen, verbunden mit dem Ziel, mit Málaga ins Halbfinale der Champions League einzuziehen. Die Spannung steigt, das Duell verspricht ein Feuerwerk zu werden.