De roon schwärmt von bergamo: "wie ein urlaub!"

Marten de Roon, das Herz der Atalanta Bergamo, gesteht: Seine Liebe zur Stadt und zum Verein ist tief verwurzelt. In einem exklusiven Interview spricht der Kapitän über den ungewöhnlichen Empfang, die besondere Atmosphäre und warum er sich in Bergamo mehr als nur wohlfühlt – es ist sein Zuhause.

Die erste umarmung: ein kuss von einem fan

444 Spiele, eine Legende. De Roon ist mehr als nur ein Spieler für Atalanta; er ist ein Symbol für Kontinuität und Hingabe. Sein Weg begann 2015, und seit 2017 lebt er fest in Bergamo. Die Geschichte seines Ankommens ist dabei alles andere als gewöhnlich: „Ich kam an, und ein Fan, verschwitzt und mit Holzschuhen, gab mir einen Kuss“, erinnert sich der Oland. Ein Moment, der ihn sofort in den Bann der Stadt zog.

Bergamo selbst beschreibt er als eine einzigartige Mischung aus Tradition und Moderne. „Die Altstadt ist etwas Besonderes, etwas, das einen sofort in ihren Bann zieht. Die Unterstadt ist modern, ähnlich wie in Holland, aber wenn man hochsteigt, eröffnet sich eine andere Welt.“

Gasperini: der mentor, der ihn formte

Gasperini: der mentor, der ihn formte

Doch nicht nur die Stadt selbst hat De Roon verzaubert, sondern auch die Art und Weise, wie er dort aufgenommen wurde. „Ich habe mich immer als Leader gefühlt, auch bevor ich Kapitän war“, erklärt er. Und dieser Führungsanspruch wurde durch die Zusammenarbeit mit Trainer Gian Piero Gasperini weiter gefestigt. „Gasperini hat mich zu einem besseren Spieler gemacht“, so De Roon, der die Mentalität des Trainers schätzt: „Er bringt dich dazu, an deine Grenzen zu gehen, sowohl körperlich als auch mental.“

Die Familie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in De Roons Leben in Bergamo. Seine Frau und seine Töchter fühlen sich dort ebenfalls wohl, und die Kinder lernen die italienische Kultur kennen. „Meine beiden jüngsten Töchter sind hier geboren, und die ältere kam mit drei Jahren dazu. Wir möchten, dass sie die italienische Kultur lernen.“

Ein bergmann durch und durch

Ein bergmann durch und durch

De Roon hat sich nicht nur sportlich in Bergamo etabliert, sondern auch kulturell integriert. Er lernt Italienisch, versteht die Mentalität der Bergamasken – „große Arbeiter, die niemals aufgeben“ – und hat seine Lieblingsorte in der Stadt gefunden: Piazza Vecchia, die Stadtmauern und das Restaurant Cece e Simo.

Die Fans schätzen an ihm nicht nur seine sportlichen Leistungen, sondern auch seine Bodenständigkeit und seinen Respekt. „Ich fühle mich hier zu Hause“, sagt er. Und das Gefühl ist offenbar gegenseitig. Marten de Roon ist mehr als nur ein Fußballspieler – er ist ein Bergmann geworden, ein Mann, der sein Herz an diese Stadt verloren hat.

Obwohl er sich in Bergamo pudelwohl fühlt, blickt De Roon auch nach vorne. Er träumt davon, Trainer zu werden und sein Wissen an die nächste Generation weiterzugeben. „Ich möchte jungen Spielern helfen, zu wachsen und eine Mannschaft zu führen“, so der Kapitän, der mit Atalanta Bergamo Geschichte schreibt.