De bruyne am abgrund? belgische "goldene generation" vor dem aus?

Renton, Washington – Kevin De Bruyne, das unumstrittene Gesicht der belgischen Nationalmannschaft, scheint kurz vor seinem 35. Geburtstag in eine existentielle Krise zu geraten. Während seine Mitspieler auf dem Trainingsplatz schweten, brodelt die Kritik in Belgien – und die Angst vor einem erneuten Debakel bei einer Weltmeisterschaft liegt wie ein Schatten über dem Team von Rudi Garcia.

Die "goldene generation" verblasst

Die "goldene generation" verblasst

Die Schlagzeilen häufen sich: La Libre Belgique bezeichnete De Bruyne nach dem müden 0:0 gegen den Iran bereits als „abgehalfterten Schauspieler“ und forderte seinen Ausschluss aus dem Kader. Ein harscher Ton, der die zunehmende Ernüchterung über die vermeintlich „Goldene Generation“ der Belgier widerspiegelt. Vier Jahre nach dem beschämenden Vorrunden-Aus in Katar droht ein ähnliches Szenario, wenn es gegen Neuseeland nicht zu einer deutlichen Steigerung kommt.

Youri Tielemans, nunmehr Kapitän anstelle von De Bruyne, Courtois und Lukaku, versuchte zwar, die Altlasten zu schützen und die Schuld auf das gesamte Team zu schieben. Doch die Worte klangen hohl. Die Leistung gegen Ägypten (1:1) und den Iran war bestenfalls uninspiriert. Die einst so gefürchtete Offensive der Roten Teufel wirkt verblasst und ohne Durchschlagskraft. Das Team hat der Aufgabe bisher nicht gewachsen.

De Bruyne selbst gestand die Probleme offen: „Ein einziges Spiel kann alles verändern.“ Er hat in seiner Karriere schon viel erlebt, aber die Last der Erwartungen und die drohende Scham eines vorzeitigen Ausscheidens wiegen schwer. Es ist nicht nur sein eigenes Vermächtnis, das auf dem Spiel steht, sondern auch das einer ganzen Generation, die so oft das große Turnier verpasste.

Die Situation ist ernst. Der Druck auf De Bruyne und Garcia ist immens. Nur ein Sieg gegen Neuseeland, den Weltranglisten-85., würde zumindest das Ticket für das Achtelfinale sichern. Doch angesichts der gezeigten Leistungen erscheint selbst dies als fraglich. Die Hoffnung ruht allein auf der Fähigkeit des Teams, sich zusammenzureißen und den Beweis zu erbringen, dass die „Goldene Generation“ noch nicht ganz ihren Glanz verloren hat.

Die WM bietet noch eine Chance zur Wiedergutmachung. Doch die Uhr tickt. Und Kevin De Bruyne muss beweisen, dass er trotz des Alters und der Kritik immer noch der Schlüsselspieler für die Roten Teufel ist. Denn eines ist klar: Scheitert Belgien erneut, wird die Kritik noch viel lauter und die Zukunft der „Goldenen Generation“ unwiederbringlich besiegelt.