Davos vor dem final: verletzungspech überschattet playoff-chance

Der HC Davos steht kurz vor dem Einzug ins Playoff-Finale, doch der Jubel wird getrübt: Nach dem deutlichen 5:2-Erfolg in der vierten Partie gegen die ZSC Lions könnte bereits das nächste Spiel die Entscheidung bringen. Allerdings kämpfen beide Teams mit erheblichen Personalsorgen, die das Duell um den Finaleinzug zusätzlich belasten.

Fora und fröden fallen aus – ein herber schlag für davos und zürich

Fora und fröden fallen aus – ein herber schlag für davos und zürich

Die Bündner müssen im entscheidenden Spiel ohne ihren Verteidiger Michael Fora auskommen. Der Youngster verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit Simon Knak und Denis Malgin im Spiel gegen die Lions. Ein Knie-gegen-Knie-Kontakt in der sechsten Spielminute beendete sein Einsatz frühzeitig. Der Ausfall wiegt schwer, insbesondere angesichts der bevorstehenden Länderspiele, bei denen Fora voraussichtlich ebenfalls fehlen wird. Die Nationalmannschaft wird die Situation aufmerksam verfolgen.

Auch die ZSC Lions haben mit Verletzungspech zu kämpfen. Jesper Fröden, der im letzten Spiel zwar in der Startformation stand, musste bereits im zweiten Drittel verletzungsbedingt das Eis verlassen und kehrte nicht mehr zurück. Sein Einsatz am Sonntagabend ist somit ausgeschlossen. Ein doppelter Rückschlag für zwei Teams, die auf Schlüsselspieler verzichten müssen.

Davos präsentierte sich in Spiel vier überzeugend und ließ wenig Zweifel an ihren Finalambitionen aufkommen. Der Sieg in Zürich war ein Statement, das zeigt, dass die Bündner zu den Favoriten in dieser Postseason zählen. Doch nun gilt es, sich trotz des Ausfalls von Fora nicht entmutigen zu lassen und die Konzentration aufrechtzuerhalten. Trainer Josh Holden steht vor der Aufgabe, die Mannschaft neu zu justieren und eine Lösung für die entstandene Lücke in der Verteidigung zu finden.

Die ZSC Lions hingegen müssen sich von der Niederlage erholen und in die nächste Partie gehen. Die Lions haben gezeigt, dass sie zu den besten Teams der Liga gehören, aber in den bisherigen Spielen gegen Davos deuteten sie Schwächen auf. Ob es ihnen gelingt, die Personalsorgen zu kompensieren und noch einmal zurückzuschlagen, bleibt abzuwarten.

Die Ausgangslage ist klar: Davos hat die Chance, die Serie bereits am Sonntagabend zu beenden und den Finaleinzug perfekt zu machen. Doch der Weg dorthin ist mit dem Ausfall von Fora und den angeschlagenen Zürchern nun steiniger als erwartet. Die Partie verspricht Spannung pur und wird zweifellos ein packendes Duell zwischen zwei ambitionierten Teams.