Davos gegen zsc: kopf-an-kopf-rennen geht in die nächste runde!
Die Halbfinalserie zwischen dem HC davos und den ZSC Lions schreit förmlich nach Nervenkitzel. Nach zwei Spielen steht es ausgeglichen, und die Spannung ist zum Greifen nah. Wer wird sich in dieser hochklassigen Affiche letztendlich durchsetzen?
Statistik lügt nicht: zsc hätte führen müssen
Die ersten beiden Duelle waren von Kampfgeist und taktischer Finesse geprägt. Doch die Statistiken offenbaren eine überraschende Erkenntnis: Rein gesehen auf den Expected-Goals-Wert hätten die ZSC Lions in beiden Spielen bereits die Nase vorn haben müssen. Im ersten Spiel in davos lag der xG-Wert bei 2,70 zu 2,10 zugunsten der Zürcher, obwohl davos am Ende mit 4:2 die Oberhand behielt. Ein Spiel, das hätte auch deutlich einseitiger ausgehen können, wenn die ZSC Lions ihre Chancen konsequenter verwertet hätten.
Auch im zweiten Spiel, das die ZSC Lions mit 3:1 für sich entschieden, sprachen die Zahlen eindeutig für eine Überlegenheit. Ein xG-Wert von 3,48 zu 2,17 verdeutlicht, dass die Zürcher mehr Druck ausübten und gefährlichere Aktionen kreierten. Die Lions feuerten zwar mehr Schüsse ab, aber die Qualität der Chancen war deutlich höher, was sich in den zehn Grosschancen gegenüber lediglich drei Davoser Möglichkeiten widerspiegelte.

5 Gegen 5: zsc dominiert das spiel
Ein Blick auf das Spiel beim 5-gegen-5-Duell zeigt deutlich die Stärken der ZSC Lions. In beiden Partien waren sie das offensiv überlegene Team. Aber es ist eben Eishockey, und Details entscheiden. davos bewies, dass man auch aus weniger Chancen das Maximum herausholen kann.
Die Special Teams scheinen bisher noch keine entscheidende Rolle zu spielen, obwohl die ZSC Lions im Powerplay leicht die Nase vorn haben (2 Tore bei 7 Überzahlmöglichkeiten im Vergleich zu einem Tor bei 6 für davos).

Die torhüter im fokus: duell der giganten
Hockey-Experte Sven Helfenstein sieht die entscheidende Frage in der Performance der Torhüter: „In dieser Serie wird extrem viel von den Torhütern abhängen. Sowohl Simon Hrubec als auch Sandro Aeschlimann haben bisher stark performt – ich bin gespannt, wer dieses Kopf-an-Kopf-Rennen für sich entscheidet und seinem Team den entscheidenden Rückhalt gibt.“ Aeschlimann bewies im ersten Spiel seine Klasse mit einer Fangquote von 94 Prozent und rettete mehrfach in brenzligen Situationen. Hrubec steigerte sich im zweiten Spiel, konnte aber erst dann seine Paraderolle ausspielen.
