Davidovich zerquetscht norrie und jagt die königsklasse

90 Minuten reichten Alejandro Davidovich, um Queen's in Taumel zu versetzen. Der 22 der Welt lieferte gegen Cameron Norrie eine Rasen-Demonstration, die ein Statement war: 7-6(6), 6-2. Die Ballwechsel kreischten, die Voleys knallten, die britische Hoffnung schwieg.

Pepo clavet wirft die alte magie ein

Hinter dem Zauber steckt ein Name, der hier Geschichte schrieb: Pepo Clavet. 2017 und 2019 holte er den Titel im Londoner Vorort – jetzt dirigiert er Davidovich. Zwischen den Linien schlägt die Erinnerung durch, wenn der Spanier plötzlich eine Stop-Voleyn an die Linie setzt, die Norrie nur noch anstarrt. „Er versteht, wie man auf Gras flieht“, sagte Clavet nach dem Match knapp. Gemeint ist: wie man der Schwere entkommt.

Die Bilanz spricht laut: Zweiter Top-30-Sieg nach Indian Wells gegen Mensik, erstmals seit 2022 wieder Viertelfinale-Radar an diesem Ort. Die Uhr tickt – Davidovich ist 27, sein Wimbledon-Juniortitel von 2017 liegt beinahe ein Jahrzehnt zurück. Aber das Timing auf dem Rasen kennt kein Alter.

Moutet wartet als nächster prüfstein

Moutet wartet als nächster prüfstein

Im Viertelfinale wartet Corentin Moutet, der Frankreichs Tennis-Magier. Gegen den 2,03-Meter-Koloss Perricard schraubte er sich in drei Sätzen zum Sieg: 6-7(5), 6-4, 7-6(5). Ein Duell der Linkshänder, der Perfektionist gegen den Unberechenbaren. Feuer trifft Feuerwerk.

Die Statistik lügt nicht: Davidovich gewann acht seiner letzten neun Rasen-Matches. Während andere noch den Halt suchen, gleitet der Andalusier schon. Die Frage bleibt nur, wie lange er diese Geschwindigkeit halten kann. Heute flog er über den Platz – morgen will er landen.