D'aversa zertrümmert torino: ebosse versagt, pellegrino glänzt
13. März 2026, 23:32 Uhr – Torino. Die Noten der Gazzetta dello Sport treffen wie Peitschenhiebe. Während D'Aversa mit seinem neuen Club auftrumpft, rutscht Ebosse auf der linken Abwehrseite in ein Loch. Auf der Gegenseite schreibt Pellegrino ein Solo, das selbst Cuesta staunen lässt.

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Die Redaktionslinie ist klar: Wer punkten will, muss liefern. Ebosse liefert nicht. Die 4,5 ist die niedrigste Zahl im Kader von D'Aversa. Zweikampfquote 38 %, kein einziger klare Vorwärtsball – Statistiken, die sich selbst erklären. Der Mann aus Kamerun wirkte wie eingefroren, das Stadio Olimpico zu groß, der Rasen zu schnell.
Pellegrino dagegen spielt wie auf Vorprogrammierung. 93 % Passquote, drei Ballgewinne im Aufbauspiel, ein Assist, der die Abwehrreihe wie ein Reißnagel durchtrennt. Die 7,0 ist die Bestnote des Abends, und sie ist kein Geschenk. Sie ist die Belohnung für einen Abwehrspieler, der plötzlich wie ein Regisseur wirkt.
Die Zahlen dahinter: Torino dominiert 63 % Ballbesitz, schießt 17 Mal, trifft aber nur einmal. Das ist kein Zufall. Das ist die Geschichte eines Teams, das drückt, aber nicht zubeißt. Und die Geschichte eines Gegners, der das eine Mal, wo er zubeißt, auch trifft.
Für D'Aversa ist das ein Befreiungsschlag. Er kam, sah und siegte – mit einer Mannschaft, die noch vor zwei Wochen als „ideenlos“ galt. Für Cuesta ein Warnschuss. Seine Elf wirkt wie ein Auto mit Vollgas, aber ohne Lenkrad. Viel Lärm, wenig Ziel.
Die Saison ist noch lang, aber die Richtung ist klar: Wer solche Noten kassiert, landet nicht im internationalen Geschäft, sondern im Mittelmaß. Die Liga verzeiht keine Schwäche – und schon gar keine 4,5.
