Darts-drama in leicester: hopp verpasst czech open knapp!
Leicester schockte die Darts-Welt: Max Hopp, der als großer Favorit galt, verpasste am Mittwoch denkbar knapp die Qualifikation für die Czech Darts Open. Ein verhängnisvolles Leg gegen Mario Vandenbogaerde beendete seine Hoffnungen und ließ den „Maximiser“ frustriert zurück.
Konstanz trügt: hopps aufstieg und jähes ende
Der Weg ins Turnier schien geebnet: Hopp präsentierte sich in den vorherigen Runden des Tour Card Holder Qualifiers in Topform. Mit souveränen Siegen gegen Ritchie Greg (6:1) und seinen Landsmann Gabriel Clemens (6:3) demonstrierte er eine beeindruckende Konstanz, die ihm den entscheidenden Vorteil versprach. Doch dann kam es anders. Das Duell gegen Vandenbogaerde wurde zu einem Nervenfinale.
Der Deutsche startete furios und schnappte sich direkt das Break zur 2:0-Führung. Vandenbogaerde, die Nummer 66 der Welt (Hopp selbst steht auf 67), ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und hielt stets mit. Das Spiel entwickelte sich zu einem engen Kampf, der schließlich in einem Decider entschieden werden musste. Dort zeigte keiner der beiden Spieler mehr die Leistung der vorherigen Phasen – die Doppelfelder schienen unerreichbar.
Ein „Madhouse“ der Doppel: Vandenbogaerde benötigte schließlich 35 Darts für seinen entscheidenden Double, während Hopp am Rande des Ausscheidungs war. Die dramatische Szene im „Madhouse“ – dem Doppel eins – wird noch lange in Erinnerung bleiben. Damit verpasst Hopp die Czech Darts Open in Prag (4. – 6. September) und die Chance, sich dort unter Beweis zu stellen.

Auch wenig scheitert knapp: greaves schreibt geschichte
Das deutsche Team musste weitere Enttäuschungen verkraften. Auch Lukas Wenig konnte sich nicht durchsetzen und unterlag dem englischen Überflieger Beau Greaves erst im letzten Leg. Ein historischer Moment: Greaves qualifizierte sich als erste Frau überhaupt für ein European-Tour-Event der PDC und schrieb damit Darts-Geschichte.
Am Ende blieben somit Ricardo Pietreczko, Maximilian Czerwinski, Dominik Grüllich und Kai Gotthardt auf der Strecke. Die Freude über Clemens' ersten Titel auf der Pro Tour am Vortag konnte die Enttäuschung der fehlenden Qualifikationen für die European-Tour-Events in Ungarn und Tschechien nicht trösten. Die Diskrepanz zwischen Hoffnung und Realität war schmerzhaft deutlich, ein Beweis dafür, wie grausam das Darts-Business sein kann.
