Curling-wm: totzek/sutor verpassen finalhoffnungen!
Genf – Die Enttäuschung steht Sixten Totzek und Kim Sutor ins Gesicht: Bei der Mixed-Doubles-Curling-Weltmeisterschaft in Genf ist das deutsche Duo gegen den haushohen Favoriten Kanada mit 4:7 unterlegen. Damit ist der Traum vom vierten Sieg in Folge geplatzt und die Qualifikation für die Finalrunde wird äußerst eng.
Die tabelle lügt nicht: kanada dominiert
Das Spiel gegen Kanada war von Anfang an geprägt von der Überlegenheit der Nordamerikaner. Die Kanadier präsentierten sich in Topform und ließen den Deutschen kaum Raum zur Entfaltung. Totzek und Sutor kämpften zwar mit Leidenschaft, doch gegen die präzisen Würfe und die taktische Finesse des kanadischen Teams waren sie machtlos. 4:7 – ein Ergebnis, das die Ausgangslage vor dem entscheidenden Spieltag deutlich macht.
Mit vier Erfolgen aus sieben Spielen rangieren Totzek und Sutor zwar noch auf dem vierten Rang in Gruppe B, doch die Konkurrenz schläft nicht. Die besten drei Teams ziehen in die K.o.-Runde ein, und hier gilt es, die letzten beiden Spiele unbedingt zu gewinnen.

Finale-charakter: schottland steht vor der tür
Bereits morgen, am Donnerstag, steht das Duell gegen Schottland an (10.00 Uhr). Die Schotten sind mit 5:2 Siegen Tabellendritter und somit ein direkter Konkurrent im Kampf um die Finalteilnahme. Ein Sieg gegen Schottland wäre enorm wichtig, um die Chancen auf das Weiterkommen deutlich zu erhöhen. Nur dann könnte das Team Bundestrainer Uli Kapp in der darauffolgenden Begegnung gegen Ungarn (19.00 Uhr) etwas entspannter agieren. Angesichts der Tatsache, dass Ungarn bisher nur zwei Spiele gewinnen konnte, scheint dieser Erfolg durchaus im Rahmen des Möglichen zu liegen.
Lo que nadie cuenta es, dass die Mixed-Doubles-Regeln – mit nur fünf statt acht Versuchen pro Team und acht statt zehn Ends pro Spiel – die taktische Komponente noch einmal stärker in den Vordergrund stellen.
Ursprünglich hatte das deutsche Team das Ziel Klassenerhalt vor Augen. Doch mit Blick auf die beiden Gruppenletzten, die direkt absteigen, und die vier Teams auf den Rängen acht und neun, die in Relegationsduellen um den Verbleib kämpfen müssen, ist der Druck jetzt enorm hoch. Die Entscheidung wird am Samstag fallen.
