Curling-wm: totzek/sutor hauen sich zurück!

Genf – Nach einem durchwachsenen Start bei der Mixed-Doubles-Curling-Weltmeisterschaft in Genf präsentieren sich Sixten Totzek und Kim Sutor eindrucksvoll zurück. Das Duo des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) bezwang Südkorea mit 7:4 und gleicht damit seine Bilanz nach vier von neun Runden aus – ein kleiner Lichtblick im Kampf um den Klassenerhalt.

Ein „schwarzer sonntag“ ist vergessen

Das Wochenende hatte für Totzek und Sutor mit Niederlagen gegen Tschechien (5:10) und den Titelverteidiger Italien (7:10) wenig Erfreuliches bereithalten. Doch der Sieg gegen Südkorea, das bei Olympia noch die Top-Neun erreichte, zeigt, dass das Team um Bundestrainer Uli Kapp durchaus mithalten kann. Die Anfangsprobleme scheinen überwunden, zumindest für den Moment.

Das DCV-Duo, das auf den Klassenerhalt fokussiert ist, muss am Dienstag gegen schwere Gegner antreten. Zunächst treffen sie um 10.00 Uhr auf die Vereinigten Staaten, die aktuell mit zehn Punkten die Tabelle anführen. Anschließend folgt um 19.00 Uhr das Duell gegen Finnland. Die Qualifikation für die K.o.-Phase ist mit drei Teams aus zwei Gruppen möglich.

Es ist ein Drahtseilakt. Die beiden Gruppenletzten steigen direkt ab, die Teams auf den Rängen acht und neun müssen in Relegationsduellen ran, um den Abstieg zu verhindern. Die Ausgangslage ist also alles andere als komfortabel. Totzek und Sutor wissen, dass jeder Punkt entscheidend ist. Die beiden Teams haben jeweils fünf Versuche pro Spiel, anstelle von acht, und es werden acht Legs gespielt, statt zehn. Das verändert die Dynamik des Spiels erheblich.

Die Stimmung im deutschen Lager ist trotz der schwierigen Situation positiv. „Wir haben gesehen, was in uns steckt“, sagte Kim Sutor nach dem Sieg gegen Südkorea. „Jetzt müssen wir diese Leistung gegen die USA und Finnland bestätigen.“ Der Druck ist hoch, aber das Duo scheint bereit zu sein, sich der Herausforderung zu stellen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die Waage in den kommenden Spielen neigen wird.

Klassenerhalt als oberstes ziel

Klassenerhalt als oberstes ziel

Die Relegationsspiele drohen, sollten die deutschen Curler in ihren nächsten Partien erneut scheitern. Die Konkurrenz schläft nicht, und der Kampf um den Verbleib in der Weltspitze wird eng. Das Finale steigt am 2. Mai – ein langer Weg liegt noch vor Totzek und Sutor.