Curling-überraschung in cortina d'ampezzo: titelverteidiger schweden am aus
Curling-überraschung in cortina d'ampezzo: titelverteidiger schweden am aus
Cortina d'Ampezzo, Italien – Die schwedische Curling-Nationalmannschaft der Herren, Goldmedaillengewinner von 2022, steht nach einer überraschenden 7:3-Niederlage gegen Deutschland am Rande der Ausscheidung bei den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina. Die Niederlage war die fünfte in sechs Spielen der Gruppenphase und reiht Schweden zusammen mit Tschechien und China ans Tabellenende, wodurch die Halbfinalchancen deutlich schwinden.
Schwedens enttäuschende leistung
Die Schweden, die 2022 in Peking Gold und 2018 in Pyeongchang Silber gewannen, hatten mit einer starken Leistung gerechnet. Doch bisher konnten sie ihre Erwartungen nicht erfüllen. Neben der Niederlage gegen Deutschland kassierten sie auch bereits Niederlagen gegen Italien, Großbritannien und die USA. Ein einziger Sieg gegen China konnte die negative Bilanz nicht aufbessern.

Kontroverse um double-touching
Während des Spiels gegen Kanada kam es zu einer Kontroverse, als Oskar Eriksson dem kanadischen Spieler Marc Kennedy vorwarf, die Regeln verletzt zu haben, indem er den Stein zweimal berührt haben soll (Double-Touching). Die Vorwürfe führten zu hitzigen Diskussionen und einer vorübergehenden Verstärkung der offiziellen Überwachung der Spiele durch die World Curling Federation. Diese wurde jedoch wieder zurückgefahren.
Wranå und eriksson relativieren vorfall
Sowohl Rasmus Wranå, der im Mixed Doubles Olympiasieger wurde, als auch Oskar Eriksson betonten, dass die Kontroverse nicht für die Schwierigkeiten des Teams verantwortlich gemacht werden könne. „Wir haben in diesem Turnier einfach nicht unser bestes Niveau erreicht, und um in der Playoff-Runde dabei zu sein, muss man auf diesem Niveau spielen“, so Rasmus Wranå.
Fehlende präzision als ursache
Gegen Deutschland bemängelte Eriksson, dass die Schweden „zu viele Halbschüsse gemacht und hier und da ein paar Fehler“ begangen hätten. Er betonte jedoch, dass er keine Bedenken bezüglich der Anschuldigungen des Double-Touchings habe und mit der Art und Weise zufrieden sei, wie die World Curling Federation damit umgegangen sei. „Für uns war es in den letzten Jahren ein Problem. Wir finden es gut, dass alle nach den gleichen Regeln spielen können.“
Hoffnung auf besserung
„Hoffentlich wird es von hier an besser“, so Eriksson. Die Schweden müssen nun in ihren verbleibenden Spielen eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um doch noch eine Chance auf die Halbfinalteilnahme zu haben. Die Situation ist jedoch angespannt, und die Konkurrenz ist stark. Die Vorfälle und die schwache Leistung haben das Team zweifellos unter Druck gesetzt.
