Curaçao: bittere wm-pleiten – zukunft von coach advocaat ungewiss?

Ein jähes Ende für Curaçao bei der WM 2026: Nach drei Spielen ohne Sieg heißt es vorzeitig Abschied. Die Bilanz: zwei deutliche Niederlagen und ein Unentschieden. Doch was passiert nun mit dem Team und vor allem mit dem erfahrenen Trainer Dick Advocaat?

Die enttäuschung nach der gruppenphase

Die Reise von Curaçao zu dieser WM war eine Erfolgsgeschichte – zumindest bis vor kurzem. Unter der Leitung von Dick Advocaat, einem Mann mit 78 Jahren und einer beeindruckenden Trainerkarriere, qualifizierte sich das karibische Team sensationell für das Turnier. Nach einem desaströsen Start gegen die deutsche Nationalmannschaft mit einem 1:7 folgte ein Hoffnungsschimmer in Form eines 0:0 gegen Ecuador. Doch das Gruppenfinale gegen die Elfenbeinküste endete mit einer weiteren 0:2-Niederlage und dem vorzeitigen Aus.

Advocaat selbst scheint derweil noch nicht über seine Zukunft nachzudenken. „Darüber habe ich mir noch keine Minute Gedanken gemacht“, erklärte der Holländer nach dem letzten Spiel. Sein Fokus lag während des Turniers klar auf dem maximalen Ergebnis – ein Ziel, das man letztlich verfehlt hat.

Die spieler plädieren für eine fortsetzung

Die spieler plädieren für eine fortsetzung

Trotz des enttäuschenden Abschneidens gibt es innerhalb des Teams eine deutliche Stimme für die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Advocaat. Torhüter Eloy Room drückte seine Wertschätzung aus: „Ich will, dass er weitermacht, aber es ist seine Entscheidung. Er hatte eine lange, wunderschöne Karriere.“ Auch Tahith Chong betonte die Bedeutung des Trainers: „Ohne ihn wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich hoffe sehr, dass er bleibt, auch wenn ich verstehe, dass er seine Entscheidung auch nach seiner Familie ausrichten muss.“

Doch die Entscheidung liegt letztlich bei Advocaat. Sein Gesundheitszustand, bedingt durch die Erkrankung seiner Tochter, spielte bereits im Februar eine Rolle, als er eine Pause einlegen musste. Es ist abzuwarten, ob er bereit ist, die Herausforderungen der Nationalmannschaft erneut anzunehmen.

Ein blick nach vorn: curaçao ist noch nicht am ende

Ein blick nach vorn: curaçao ist noch nicht am ende

Trotz des Ausscheidens aus dem Turnier kündigte Chong an, dass Curaçao nicht das letzte Mal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen habe. „Wir werden als Team unglaublich hart arbeiten. Wir hatten schwierige Spiele, aber das bedeutet nicht, dass wir aufgegeben haben. Manche hatten uns schon abgeschrieben, aber das stimmte nicht.“

Die Wahrheit ist: Curaçoa hat bewiesen, dass es trotz des fehlenden Erfolgs bei dieser WM, zu einer ernstzunehmenden Kraft im internationalen Fußball werden kann. Die Frage ist, ob Dick Advocaat Teil dieser Entwicklung sein wird. Die nächsten Tage werden entscheidend sein.