Cremonese stellt vardy auf: jetzt zählt nur noch der sieg gegen como
Die Uhr tickt. 20.45 Uhr, Stadio Giovanni Zini – für Cremonese ist es die letzte Chance, den Abstieg noch zu verhindern. Trainer Marco Giampaolo schickt Jamie Vardy von Beginn an aufs Feld, flankiert von Bonazzoli. Die Marschroute ist klar: Vollgas, kein Zurück.
Giampaolo wählt das 4-4-2, fabregas antwortet mit 4-2-3-1
Hinter dem englischen Superstar steht ein Bollwerk, das drauf und dran ist, die Serie A zu verlassen: Audero im Tor, die Viererkette aus Terracciano, Bianchetti, Luperto und Pezzella. Im Zentrum sorgen Maleh und Grassi für Ordnung, auf den Außen flitzen Zerbin und Thorsby. Es ist die klassische Notlösung – mit dem italienischen Underdog-Chaos-Faktor.
Auf der Gegenseite hat Cesc Fabregas andere Sorgen. Sein Como braucht drei Punkte plus Schützenhilfe, um die Champions-League-Quali noch zu kippen. Der Spanier setzt auf Butez zwischen den Pfosten, die Abwehrkette Smolcic-Ramon-Kempf-Moreno. Vor der Dreierabwehr rotieren Perrone und Da Cunha als Doppelsechs, direkt dahinter lauert Douvikas als einzige Spitze – hinter ihm das kreative Trio Diao, Baturina und Rodriguez. Ballbesitz ist schön, aber heute zählt nur Effizienz.
Die Tabelle lügt nicht: Cremonese hat 35 Zähler, der Abstiegsplatz wartet schon mit offenen Armen. Como steht bei 62 Punkten, fünf Ränge vor dem letzten Europa-League-Ticket – aber die Konkurrenz aus Turin und Florenz hat ein leichtes Restprogramm. Ein verpatzter Auftritt in der Po-Ebene und Fabregas muss im Sommer wieder von vorne beginnen.

Vardy gegen douvikas – ein duell mit folgen
Die Personalien glühen. Vardy, 37, kennt Druck von der Insel, hat Leicester 2016 zur Sensation geführt. Douvikas, 25, griechischer Nationalstürmer, will endlich den Sprung in die europäische Elite schaffen. Wer trifft, schreibt Geschichte – wer patzt, verliert vielleicht mehr als nur drei Punkte.
Der Zini ist ausverkauft, 16.000 Stimmen grollen durch die Nacht. Die Kurve der Grigiorossi schmettert „Finché c’è vita c’è speranza“, während 1.200 Como-Ultras mit „Noi siamo la Champions“ antworten. Zwischen den Linien entscheidet sich, ob Cremonese doch noch den Klassenerhalt packt oder Como zum ersten Mal seit 19 Jahren wieder internationale Lichter sieht.
Pfiff um 20.45 Uhr. Dann ist Ruhe. Dann ist Rausch. Und am Ende steht entweder ein Wunder – oder die Gewissheit, dass die Serie B nächste Saison zwei neue Mitglieder bekommt.
