Cremonese am rande des abgrunds: personalkrise droht klassenerhalt zu verspielen
Die Lage im Lager der Cremonese könnte kaum düsterer sein. Nach dem enttäuschenden Remis gegen Bologna steht die Mannschaft von Marco Giampaolo vor einer weiteren Zerreißprobe – und das mit einer Personalkrise, die kaum zu überbieten ist. Der drohende Abstieg in die Serie B rückt näher, und die Nerven liegen blank.
Schmerzhafte ausfälle im angriff: bonazzoli unter druck
Die Angriffsreihe der Cremonese ist aktuell ein einziges Rätsel. Nicht weniger als drei wichtige Offensivkräfte fallen verletzt aus: Vardy plagt ihn ein Muskelproblem, Sanabria kehrte von der Nationalmannschaft mit muskulären Beschwerden zurück, und Moumbagna zog sich eine Zerrung zu. Nur Bonazzoli, der unumstrittene Leistungsträger mit sieben Treffern, scheint zu verschnaufen. Doch selbst er kann die Abwehrreihen der Gegner kaum im Alleingang knacken. Djuric und Okereke müssen nun einspringen, doch ob sie die nötige Durchschlagskraft besitzen, bleibt abzuwarten.
Doch die Misere beschränkt sich nicht nur auf den Angriff. Im Mittelfeld gibt es ebenfalls Personalsorgen. Thorsby musste das Spiel gegen Bologna nach wenigen Minuten verletzungsbedingt verlassen, und Maleh ist nach seiner Tätlichkeit gegen Zortea für zwei Spiele gesperrt. Nur Payero scheint sich in Form zu befinden, während Bondo noch hinter sich zurückliegen.
Die Abwehr, angeführt von Baschirotto und Luperto, steht ebenfalls vor einer Herausforderung. Die Lehren aus dem Bologna-Spiel sind noch frisch, und die Zweifel an der Defensivstabilität sind groß. Trainer Giampaolo muss nun kreative Lösungen finden, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen.
Es scheint, als ob die anfängliche Euphorie nach dem Sieg gegen Parma verflogen ist. Die Cremonese befindet sich in einer psychologischen Krise, aus der sie sich schwer befreien kann. Gegen Cagliari wird nun entschieden, ob die Mannschaft noch die Kurve bekommt oder ob der Abstieg in die Serie B unausweichlich ist. Es wird ein Kampf auf Messers Schneide, bei dem jeder Ballkontakt entscheidend sein kann. Ein 3-5-2-System könnte die Lösung sein, eine Mischung aus altbewährter Stabilität und neuem Offensivgeist. Doch am Ende zählt nur eines: der Klassenerhalt. Und das mit allen Mitteln.

Die konkurrenz schläft nicht: cagliari und lecce unter druck
Die Situation ist ernst, aber noch nicht hoffnungslos. Die Cremonese ist nicht die einzige Mannschaft, die mit dem Abstieg kämpft. Auch Cagliari und Lecce befinden sich in einer schwierigen Lage. Der direkte Vergleich gegen Cagliari am kommenden Wochenende wird daher von immenser Bedeutung sein. Die Entscheidung über den Verbleib in der Serie A könnte bereits in diesem Spiel fallen.
