Courtois schreibt geschichte – und sagt saudischen millionentraum ab
Thibaut Courtois hat nicht nur ein weiteres Kapitel belgischer Fußballgeschichte geschrieben, sondern auch eine überraschende Entscheidung getroffen, die für viel Gesprächsstoff sorgt. Der Torwart bestritt sein 17. WM-Spiel und zog damit mit der Legende Enzo Scifo gleich, doch der lukrative Deal mit Saudi-Arabien platzte – offenbar auch dank seiner Frau Mishel Gerzig.
Ein rekord, der verbindet: courtois ehrt scifo
Das torlose Unentschieden gegen den Iran mag auf den ersten Blick ein enttäuschendes Ergebnis für Belgien sein, doch für Thibaut Courtois war es ein besonderer Moment. Mit seinem Einsatz zog er mit Enzo Scifo gleich, einem Namen, der in Belgien für Fußballromantik steht. Scifo, der zwischen 1986 und 1998 vier WM-Endrunden für Belgien bestritt, wurde von Courtois auf eine Stufe gestellt – eine Ehre, die der Torhüter von Real Madrid auf Facebook öffentlich zum Ausdruck brachte: „Es ist eine riesige Ehre, auf einer Stufe mit dieser Fußball-Legende zu stehen.“

Der saudische millionentraum geplatzt: ehefrau als bremsklotz?
Abseits des Platzes sorgte Courtois’ Name kürzlich für Schlagzeilen – allerdings nicht im sportlichen Sinne. Der saudische Verein Al-Qadsiah soll dem erfahrenen Keeper ein unglaubliches Angebot unterbreitet haben: rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Ein Angebot, das wohl jeden Fußballer zur Weißglut treiben würde. Doch Courtois sagte ab.
Die Gründe für diesen unerwarteten Schritt sind vielfältig. Zunächst einmal spielte die politische Lage eine Rolle. Die Ehefrau von Courtois, das israelische Model Mishel Gerzig, sorgte aufgrund der angespannter Verhältnis zwischen Saudi-Arabien und Israel für zusätzliche Aufmerksamkeit. Gerüchte über eine drohende Trennung, sollte Courtois das Angebot annehmen, machten die Runde. Diese Gerüchte wies Gerzig jedoch entschieden zurück und betonte über Instagram: „Ihr müsst euch alle beruhigen und aufhören, alles zu glauben, was ihr im Internet lest. Niemand lässt sich scheiden.“
Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: Courtois selbst soll die Entscheidung gegen einen Wechsel nach Saudi-Arabien getroffen haben. Neben der persönlichen Beziehung zu seiner Frau spielte auch das Wohl ihrer gemeinsamen Tochter Ellie eine Rolle. Courtois scheint zu der Überzeugung gelangt zu sein, dass Saudi-Arabien nicht der ideale Ort wäre, um seine Tochter großzuziehen. Die Familie fühlt sich in Madrid zu Hause, wo Gerzig von der herzlichen Aufnahme berichtet.
Die finanzielle Seite der Sache ist für Courtois übrigens kein Problem. Sein geschätztes Privatvermögen liegt bei rund 150 Millionen Euro, und sein Vertrag bei Real Madrid läuft noch bis 2027. Die Entscheidung gegen den saudischen Millionentraum zeigt, dass für den belgischen Nationaltorhüter Familie und Wohlbefinden über Geld stehen.
