Courtois droht ausfall: real madrids bayern-krimi wird zur zitterpartie
Thibaut Courtois tauschte die grüne Wiese gegen die Kabine – und damit beginnt für Real Madrid ein Horrorwochenprogramm. Der Belgier verließ beim 2:1-Sieg in Manchester schon zur Pause das Feld, nun deutet alles auf einen Adduktorenriss hin. Die erste Diagnose: ein Spannungsriss im rechten Oberschenkel, der offiziell am Donnerstag bestätigt wird. Trainer Álvaro Arbeloa sprach zwar von „leichten Beschwerden“, doch das war offenbar ein Beruhigungsmittel für die eigene Kabine.

Bayern-duell steht auf dem spiel
Die Folgen sind brisant. Courtois fällt für das Stadtderby gegen Atlético (Samstag, 18:30 Uhr) garantiert aus, und das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am 7. April gegen den FC Bayern rückt in weite Ferne. Ein großer Muskelriss würde den 33-Jährigen mehrere Wochen rauben – das wäre ein Schlag ins Kontor von Carlo Ancelotti, der auf Courtois’ Spielaufbau und Linienkommando setzt. Die Rückspiele folgen nur sieben Tage später, da zählt jeder Trainingstag.
Real muss nun zwischen zwei Übeln wählen: Andrés Lunin behält zwar die Form, verlor aber in den letzten Wochen an Sicherheit bei Abstößen. Oder Ancelotti vertraut auf Kepa Arrizabalaga, der seit seinem Leihwechsel nur 180 Minuten in LaLiga gespielt hat. Die Entscheidung fällt am Freitag, wenn das medizinische Update kommt. Bis dahin herrscht im Valdebebas-Krankenzimmer Alarmstufe Rot.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Courtois stand in dieser Saison in 41 Pflichtspielen zwischen den Pfosten, hielt 18 Clean Sheets und startete 76 Prozent der Angriffe mit präzisen Langbällen. Ohne ihn sinkt Real’s Passgenauigkeit im Aufbau um 8 Prozent – ein Wert, den Bayern-Coach Thomas Tuchel längst analysiert hat. Der Countdown läuft, Madrid zittert.
