Coudet vor titel-hattrick? river plate im final-duell mit belgrano!
Nur wenige Monate nach seinem überraschenden Abschied von Alavés steht Javier „Chacho“ Coudet vor einer historischen Chance: Mit River Plate könnte er bereits in Kürze seinen ersten Titel in Argentinien feiern. Das Finale des Torneo Apertura gegen Belgrano verspricht ein brisantes Duell voller historischer Revanchegefühle.
Die rettung von alavés und der neustart in buenos aires
Coudet hatte Alavés im Abstiegskampf sicher gehalten, bevor er überraschend nach Buenos Aires wechselte. Dort übernahm er eine Mannschaft, die zunächst mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Doch der erfahrene Coach gelang es, die Mannschaft zu stabilisieren und durch eine beeindruckende Siegesserie das Momentum zu wenden. Nach drei mageren Siegen in den ersten acht Spielen folgte ein fulminanter Aufschwung mit fünf aufeinanderfolgenden Erfolgen, der lediglich durch die Niederlage im Superclásico gegen Boca Juniors unterbrochen wurde.
River Plate qualifizierte sich als Zweiter der Gruppe B für die Playoff-Runde, wo sie sich zunächst gegen San Lorenzo, dann Gimnasia und schließlich gegen Rosario Central durchsetzten. Ein Teufelskreis wurde durchbrochen: Rosario Central, frischgebackener Meister des Clausura, musste die Segel streichen.
„Man stellt sich immer das Beste vor und bereitet sich darauf vor. Es ist noch ein weiter Weg. Wir arbeiten weiter, versuchen, uns zu verbessern und Fehler zu korrigieren“, erklärte Coudet nach dem letzten Sieg, wollte sich aber zum Thema Finalfavorit nicht festlegen. Das Duell gegen Belgrano, so Coudet, sei ein Gegner, den man in dieser Phase der Saison vermeiden würde.

Historische revanche und ein dramatisches halbfinale
Die Rivalität zwischen River Plate und Belgrano ist von einer besonderen Geschichte geprägt: 2011 schickte Belgrano River Plate in die zweite Liga – ein Schock für die Millionenstadt. Nun scheint die Gelegenheit zur Revanche gekommen. Luis Fabián Artime, Präsident von Belgrano, ließ verlauten: „Wir haben sie in die B geschickt und sind aufgestiegen. Jetzt werden wir Geschichte schreiben.“
Belgrano selbst erreichte das Finale durch ein packendes Halbfinalspiel gegen Argentinos Juniors. Ein Last-Minute-Treffer von Nicolás Fernández in der 94. Minute sicherte die Verlängerung, in der die Entscheidung im Elfmeterschießen fiel. Die vergebenen Elfmeter von Verón, Florentín und Enzo Pérez – allesamt Ex-River-Spieler – besiegelten das Schicksal von Argentinos Juniors.
Ricardo Zielinski, der Trainer von Belgrano, setzt auf die Erfahrung seiner Routiniers, darunter der im Sevilla FC bereits Erfolge feiernde „Mudo“ Vázquez. „Es ist etwas Besonderes, gegen einen der größten Vereine der Welt zu spielen. Was 2011 passiert ist, ist vorbei. Es geht um Sonntag“, betonte Vázquez in einem Interview mit DSports Radio. „Die Geschichte geht weiter, und wir spielen das Finale gegen River. Das ist historisch für uns.“
Coudet steht nun vor der Aufgabe, die alte Wunde zu heilen und gleichzeitig die Vorbereitung auf das entscheidende Duell gegen RB Bragantino im Kampf um die Qualifikation zur Copa Libertadores voranzutreiben. Die Spannung ist kaum zu überbieten: River Plate brennt auf seinen ersten Titel seit Jahren, während Belgrano sich einer historischen Chance gegen den Erzrivalen stellt. Ein Finale, das mehr als nur drei Punkte verspricht.
