Cottbus empfängt rostock: droht das torspektakel der saison?
Am 7. März 2026 trifft im LEAG Energie Stadion der Tabellenzweite auf den Vierten – und wer glaubt, das wird ein vorsichtiges Abtasten, hat die Rückrunde dieser beiden Mannschaften schlicht nicht verfolgt. Cottbus ist ungeschlagen, Rostock kommt mit zwei Siegen in den Knochen. Das Feuer ist gelegt.
Cottbus: ungeschlagen, aber noch nicht meister
Acht Rückrundenspiele, vier Siege, vier Remis – Energie Cottbus hat sich den Ruf erarbeitet, nicht zu verlieren. Aber Claus-Dieter Wollitz weiß besser als jeder andere, dass Ungeschlagenheit kein Selbstläufer ist. Unter der Woche beim VfB Stuttgart II lag seine Elf mit 0:1 zurück, ehe Einwechselspieler Tolcay Cigerci per Elfmeter ausglich und den Comeback-Sieg einleitete. Mit einem Expected-Goals-Wert von 3,85 war der Erfolg verdient – das ist keine Statistik, das ist eine Ansage.
Zuhause ist Cottbus ohnehin eine andere Mannschaft. 29 Punkte aus 14 Heimspielen, 32 erzielte Tore, Rang zwei in der Heimtabelle. Das LEAG Energie Stadion ist für Gegner kein angenehmer Ort. Cigerci als zweitbester Scorer der Liga mit 24 direkten Torbeteiligungen, Erik Engelhardt als drittbester Torschütze – die Qualität in der Offensive ist real, nicht aufgeblasen.

Rostock meldet sich zurück, und das laut
Hansa hatte in der Hinrunde Phasen, in denen man sich fragte, ob der Aufstieg überhaupt noch ein Thema ist. Die Antwort kam zuletzt zweimal in Folge: 3:2 gegen Essen, dann 3:1 bei Havelse. Daniel Brinkmanns Mannschaft steht jetzt nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Das ist kein Formhoch – das ist ein Wiedererwachen.
Auswärts ist Rostock mit 23 Punkten aus 13 Gastspielen die zweitbeste Mannschaft der Liga auf fremdem Terrain. Knapp zwei Tore pro Auswärtspartie, in der Rückrunde sogar exakt zwei pro Begegnung. Wer glaubt, Hansa käme nach Cottbus um zu verteidigen, unterschätzt diese Mannschaft grundlegend.

Was die zahlen für das spiel bedeuten
Nur Verl hat in dieser Saison mehr Tore erzielt als Cottbus. In FCE-Partien fallen durchschnittlich 3,41 Tore – und in 57 Prozent der Heimspiele fielen mehr als 3,5 Treffer. Rostock wiederum hat 56 Prozent seiner Drittliga-Partien mit zwei oder mehr eigenen Toren abgeschlossen. Die Zahlen zeigen eine klare Richtung.
Mein Tipp für dieses Spiel: Beide Teams treffen und über 2,5 Tore. Wer die Rückrundenform beider Mannschaften kennt, weiß, dass Zurückhaltung hier keine Option ist. Das Resultat bleibt offen – ein Unentschieden wäre keine Überraschung. Aber ein torarmes Spiel? Das wäre die größte Überraschung des Spieltags.
Cottbus bleibt ungeschlagen, Rostock kommt in Topform. Dieses Duell hat alles, was ein Drittliga-Spitzenspiel braucht – und die Statistiken lügen selten.
