Cottbus bremst rostocks höhenflug – ostkracher endet torlos
Nullnummer mit Folgen: Im Duell der Traditionsklubs trennen sich Energie Cottbus und Hansa Rostock 0:0. Die Lausitzer bleiben damit Tabellenzweiter – und lassen die Hanseaten weiter auf Distanz.
Der spielverlauf im überblick
Von der ersten Minute an ging’s rund. Rostock startete mit dem frischen 5-3-2, spielte frühe Flanken, doch die letzte Schärfe fehlte. Cottbus antwortete mit schnellen Umstäzen, brachte den Ball aber selten sauber aufs Tor. Nach 25 Minuten der erste Rückschlag: Tolga Cigerci zog sich einen Muskelfaserriss zu, Lukas Michelbrink ersetzte ihn. Die Folge: Cottbus übernahm die Kontrolle, ohne sie in Tore umzumünzen. Maximilian Krauß, einst in Cottbus beheimatet, sorgte auf der Gegenseite für Nadelstiche – 0:0 zur Pause.
Claus-Dieter Wollitz schickte Justin Butler für Merveille Biankadi, doch das Bild blieb. Viel Ballbesitz, wenig Durchschlagskraft. Rostock wechselte Emil Holten ein, wurde mutiger. Die 70. Minute vorbei, beide Teams spürten die englische Woche in den Waden – das Risiko sank. In Minute 83 die große Hansa-Chance: Christian Kinsombi scheitert aus fünf Metern am eigenen Überraschungsmoment, trifft nur Manu. Kurz darauf sieht Michelbrunk nach einem Notbremse-Foul Gelb-Rot – Cottbus in der Nachspielzeit in Unterzahl. Mehr Glück als Verdienst rettet den Punkt.

Was die tabelle bedeutet
Mit 49 Punkten behält Cottbus den zweiten Rang, drei Zähler vor Rostock. Spitzenreiter Dynamo Dresden (52) kann am Sonntag die Lücke auf fünf Punkte erhöhen – oder Cottbus vorbeiziehen lassen. Für Hansa droht am 27. Spieltag der Anschluss zu fehlen, sollte der VfL Osnabrück gewinnen. Die Saison bleibt offen – aber der Rückstand wird größer.
Die Lausitzer haben nun acht Spiele ohne Niederlage, doch die Offensive ist seit drei Partien ohne Treffer. Wollitz muss seine Ideen schärfen, will er im Aufstiegsrennen nicht erneut den Anschluss verlieren. Rostock wiederum wartet seit fünf Auswärtsspielen auf einen Sieg – der Trend zeigt nach unten. Am Freitag empfangen die Hanseaten den SC Verl, Cottbus reist zum SV Sandhausen. Der Ost-West-Gipfel ist vorbei, der Kampf um Platz eins erst richtig los.
