Conte zur napoli-trainerbank? abodis klare worte

Rom – Der Name Antonio Conte fällt neuerdings immer wieder in den italienischen Fußballdiskussionen. Nach seinem beeindruckenden Scudetto-Gewinn mit Napoli last Saison wird er nun als möglicher Nachfolger von Roberto Mancini auf der Trainerbank der italienischen Nationalmannschaft gehandelt. Sportminister Andrea Abodi hat sich nun zu den Spekulationen geäußert und dabei deutliche Worte gefunden.

Abodis lob für conte: „ein großer trainer“

Abodis lob für conte: „ein großer trainer“

„Conte? Nun, er ist ein großer Trainer“, erklärte Abodi gegenüber den Medien in Mailand. Die Äußerungen des Ministers heizen die Gerüchteküche weiter an. Conte, der aktuell noch einen Vertrag bei Napoli hat, scheint zumindest in den Augen des Sportministers ein ernstzunehmender Kandidat für das prestigeträchtige Amt zu sein. „Er leistet einen außergewöhnlichen Job“, fügte Abodi hinzu. „Die Entscheidung liegt letztendlich bei ihm, bei Präsident De Laurentiis und dem Verband.“

Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer ist in vollem Gange. Nachdem Gravina kürzlich zurückgetreten ist, stehen Neuwahlen für den 22. Juni an. Die Ernennung des neuen Bondscoachs ist dann eine der ersten Aufgaben. Abodi betonte, dass er sich bei seinen Überlegungen nicht nur auf Einzelpersonen konzentriere, sondern auch auf die langfristige Entwicklung des italienischen Fußballs achte. „Mir geht es weniger darum, wer Präsident wird, sondern vielmehr darum, dass jemand in der Lage ist, das zu tun, was bisher nicht erreicht wurde – mit einem überwältigenden Konsens von 98 Prozent.“

Neben Conte wurde auch der Name von Giovanni Malagò als möglicher Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC) ins Spiel gebracht. Abodi bestätigte, dass er regelmäßig mit Malagò im Austausch stehe, betonte aber, dass die Entscheidungen letztendlich von den verschiedenen Komponenten des Verbands abhängen würden. Er hob auch die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit dem neuen FIGC-Präsidenten hervor, um die ambitionierten Ziele des italienischen Fußballs zu erreichen.

Ein weiteres Thema, das Abodi ansprach, war die Förderung junger Talente im italienischen Fußball. Er begrüßte die Initiative von Roberto Spalletti, die sich an die Ausbildung von U19-Spielern richtet. „Ich glaube, dass jede Initiative, die das direkte Engagement junger Italiener fördert, wichtig ist und mit den Regeln der Europäischen Union vereinbar sein muss“, sagte Abodi. „Was den entscheidenden Unterschied macht, ist der Wille der Vereine und der Trainer. Es ist eine Investition in die mittlere und lange Frist, die wir alle brauchen.“

Die jüngsten Leistungen der italienischen Nationalmannschaft haben zu Diskussionen über die Notwendigkeit von Veränderungen geführt. Abodi scheint entschlossen zu sein, diese Veränderungen voranzutreiben und den italienischen Fußball auf ein neues Level zu heben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Conte tatsächlich zum neuen Bondscoach wird – eine Entscheidung, die das italienische Fußballgeschehen nachhaltig prägen könnte.