Conte rotiert heftig: napoli gegen lazio mit neuem gesicht
Neapel schickt nicht einfach eine Startelf, sondern eine Kampfansage. Antonio Conte plant mindestens vier personelle Umstellungen für das Topspiel am Samstag (18 Uhr) gegen Lazio – und signalisiert: Wer nicht läuft, fliegt.
Defensive: beukema darf endlich von anfang an
Die größte Überraschung steht hinten. Nach zwei Spielen auf der Tribüne rückt Alessandro Buongiorno in die Zentrale, links bleibtMario Olivera, rechts bahnt sich Leo Østigård den Platz – doch die echte Kampfzone ist die Innenverteidigung. Beukema hat Juan Jesus überholt, weil er in den letzten Trainingseinheiten jeden Zweikampf gewann und die Playstation-Statistik von De Laurentiis mit 92 % Passgenauigkeit fütterte. Der Präsident flog eigens aus Los Angeles ein, um sich das Spektakel live anzusehen.

Flügelduell: politano droht der bankplatz
Rechts außen tobt ein Sprint-Krimi. Cyril Ngonge fehlt mit Muskelfaserriss, also bleibt das Duell Jesús versus Politano. Conte ließ beide gestern nach dem Abschlusstraining noch 6×200 Meter in Unter-29-Sekunden rennen. Wer zuerst kneift, verliert. Der Spanier lag gestern eine Nasenspitze vorn – aber nur, weil Politano nach 75 Minuten seine Schoner rückwärts trug und dabei fast stolperte. Symbolik pur.

Mittelfeld: mctominay statt anguissa – ein weckruf
Den härtesten Cut plant Conte im Zentrum. Scott McTominay rückt neben Stanislav Lobotka, André-Frank Anguissa muss runter. Der Kameruner wirkte zuletzt wie nach einem Döner mit doppelter Zwiebel – ballstark, aber mit Blei in den Knien. McTominay bietet vertikale Läufe und eine Zweikampfquote, die Lazio-Stratege Sarri hasst wie Pest. Vor der Abwehr könnte zusätzlich Alisson Santos als „free eight“ zwischen die Linien rutschen; der Brasilianer dribbelt aus dem Stand, was Romero & Co. in der Lautstärke-Messung schon bei 94 Dezibel peilt.

Fazit: conte schmeißt die roulette-kugel
Keine Revolution, aber ein lauter Weckruf. Conte will die Lazio-Pressingmaschine mit vier Frischekräften überrennen und dem San-Paolo eine Attacke liefern, die auch De Laurentiis in der Loge erblassen lässt. Wenn die Umstellungen funken, sprintet Neapel an Inter vorbei. Wenn nicht, trifft man sich am Montag beim Video-Meeting – und Conte lässt die Wiederholung im Zeitraffer laufen, bis jeder Sprintbalken brennt.
