Conegliano trotzt novara auf und dreht 0:2-rückstand in den playoffs
Die Imoco Coneglianoschreibt ihr eigenes Märchen: Nach zwei verlorenen Sätzen schlägt die Serie-A-Primus doch noch Novara mit 3:2 und nimmt in der Halbfinal-Serie die Führung. Das Match ist ein Thriller, der die Fans bis Mitternacht an der TV-Decke hängen lässt.
Die zahlen, die das spiel erklären
Der russe Außenangreifer Arina Tolok trägt mit 34 Punkten und 55 % Angriffseffizienz fast das ganze Team von Novara – und trotzdem reicht es nicht. Denn Conegliano hat zwei Assen im Ärmel: Isabelle Haak (25 Punkte, nur drei Fehler) und Zhu Ting (21 Punkte, 53 % Angriff) sichern den Sieg im Tiebreak mit 15:12. Die Statistik zeigt: Im entscheidenden Durchgang trifft Novara außer Tolok nur einmal aus elf Angriffen – ein Wert, der die Niederlage besiegelt.
„Wir haben nie aufgegeben“, sagt Mittelblocker Christina Chirichella. „Die Abwehr stand plötzlich wie eine Mauer, und die Energie im PalaVerde war unglaublich.“ Tatsächlich: Nach dem 0:2 holt die Prosecco-Doc-Mannschaft im dritten Satz 25:15 und dreht das Momentum komplett.

Was das comeback über volleyball lehrt
Die Partie ist ein Lehrstück für Mentale Stärke. Conegliano verliert die ersten Sätze trotz guter Ansätze, weil Novara mit sechs Assen und konsequenter Annahme die Hausherren unter Druck setzt. Doch dann kommt der Wall von Conegliano: 12 Stuffblocks, 18 verteidigte Bälle – die Gäste aus dem Piemont rutschen in der Statistik auf 22 % Angriffseffizienz ab.
Trainer Daniele Santarelli wechselt frühzeitig, bringt Paola Egonu (zwar nur vier Punkte, aber wichtige Aufschläge) und stellt das Zuspiel um. Die Annahme steigt von 35 % auf 58 % – ein Schritt, der Novaras Aufschlagwaffe entwaffnet.

Der countdown zur meisterschaft läuft
Mit dem 1:0 in der Serie hat Conegliano die Heimmacht gekapert. Novara muss nun am Samstag (21.15 Uhr) im eigenen PalaIgor antreten – und die Statistik spricht gegen sie: In den letzten vier Jahren verlor Novara jedes zweite Heimspiel, wenn sie zuvor auswärts unterlag. Die Druckphase beginnt.
Für Fans heißt es: Markiert den Kalender. Die Rückkehr von Gabriela Braga Guimarães steht kurz bevor, und Conegliano kann mit einem weiteren Sieg die Final-Tickets buchen. Die Serie ist längst offen – aber das Momentum trägt jetzt Grün-Orange.
