Coello kämpft um thailändischen gürtel: ein historischer moment für spanien!

Bangkok bebt! Am Montag, den 13. Juli, um 13:00 Uhr (MESZ) überträgt MARCA.com live eine Gala aus Thailand, die Sportgeschichte schreibt. Der spanische Kämpfer Carlos Coello steht vor der größten Herausforderung seiner Karriere: dem Kampf um den prestigeträchtigen Nationalen Gürtel Thailands (PAT) im Muay Thai – ein erster Schritt für einen Europäer in dieser Disziplin.

Ein leben für den sport: coellos weg zur spitze

Nach anderthalb Jahrzehnten in Thailand, sechs Weltmeistertiteln und unzähligen Stunden im Training, steht der Gaditaner nun am Scheideweg. Wir sprachen mit ihm wenige Tage vor diesem epochalen Ereignis und er offenbarte uns die Emotionen, die ihn bewegen. „Als mir bestätigt wurde, dass ich um den Gürtel kämpfen darf, war es eine Mischung aus Stolz, Verantwortung und tiefer Emotion“, gestand Coello. „Ich dachte nicht an den Gürtel selbst, sondern an all die Jahre harter Arbeit, an all die Opfer, die es gekostet hat, bis hierher zu kommen. Es war, als ob all mein Weg plötzlich einen Sinn ergab.“

Mehr als nur ein gürtel: die bedeutung im thailändischen kontext

Mehr als nur ein gürtel: die bedeutung im thailändischen kontext

Während Weltmeisterschaften im Muay Thai bekannt sind, hat der Nationale Gürtel Thailands eine ganz besondere Bedeutung. Er ist ein Symbol für das Land, für seine Tradition, seine Geschichte und seine Identität. In Thailand ist er weit mehr als nur ein Pokal – er ist eine der höchsten Auszeichnungen, die ein Kämpfer erhalten kann. Und Coello, der erste Spanier überhaupt, der diese Chance erhält, trägt eine enorme Last.

„Es erfüllt mich mit Stolz, nicht nur für mich selbst, sondern für alle, die jahrelang gearbeitet haben, um dem spanischen Muay Thai Anerkennung zu verschaffen“, erklärte Coello. Er sieht sich als Wegbereiter für eine neue Generation spanischer Kämpfer, die in den internationalen Eliteligen erfolgreich sind.

Die thailändische heimat: ein leben voller herausforderungen

Die thailändische heimat: ein leben voller herausforderungen

Coello blickt zurück auf eine bemerkenswerte Reise. Als junger Mann kam er mit wenig mehr als einer großen Leidenschaft nach Thailand. „Ich wollte lernen, so einfach war das“, erinnert er sich. „Ich war nur ein weiterer Ausländer, der versuchte, sich in der Wiege des Muay Thai zu behaupten.“

Was hat sich seitdem verändert? „Alles außer der Lernbereitschaft“, antwortet er lachend. „Früher kämpfte ich impulsiv, heute verstehe ich diesen Sport und das Leben besser. Man lernt, dass der wahre Gegner oft nicht vor einem steht, sondern in den eigenen Zweifeln, Ängsten und dem Wunsch, aufzugeben.“

Die schwersten opfer: fernweh und einsamkeit

Die größte Herausforderung war und ist die Trennung von seiner Familie. Verpasste Geburtstage, Weihnachten, wichtige Momente – all das hat seinen Preis. „Es war ein Leben, das sich um Training, Erholung und erneutes Training drehte. Zusätzlich kamen harte Zeiten, Verletzungen, Niederlagen, Krankheiten und finanzielle Schwierigkeiten hinzu. Aber jeder Stolperstein hat mich stärker gemacht.“

Ein gefühl der zugehörigkeit: respekt und anerkennung

Obwohl er sich bewusst ist, dass er immer ein Ausländer bleiben wird, spürt Coello einen wachsenden Respekt im thailändischen Publikum. „Cádiz ist immer ein Teil von mir, auch wenn ich zehntausende Kilometer entfernt bin.“

Der gegner: yod singhadam keatkhamtorn – ein junger tiger

Am 13. Juli trifft Coello auf Yod Singhadam Keatkhamtorn, einen der talentiertesten jungen Kämpfer Thailands und aktuellen Titelverteidiger im Superfliegengewicht. Keatkhamtorn ist ein Mann mit unbändigem Willen und hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass er auch unter Druck bestehen kann. Sein jüngster Sieg im One Championship per Knockout vor weniger als einem Jahr unterstreicht seine Ambitionen und seine Form.

Ein hartes Stück Arbeit erwartet Coello, aber er ist bereit. „Ich habe hart gearbeitet, zusammen mit meinem Team: Javier García Taboada, Mario Moreno, Manolo García und insbesondere meiner Partnerin Lola Cazalilla, die sich um die Organisation kümmert und mir so ermöglicht, mich voll auf das Training und den Kampf zu konzentrieren. Auch Franki Melguizo hat einen enormen Beitrag geleistet. Es ist eine Ehre, dass so renommierte Persönlichkeiten des thailändischen Muay Thai mir ihr Vertrauen schenken. Wenn die Glocke läutet, bin ich zwar allein im Ring, aber dieser Kampf gehört auch ihnen.“

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