Citroën berlingo feiert 30. geburtstag: vom transporter zum familienliebling
Ein französisches Multitalent feiert ein rundes Jubiläum: Der Citroën Berlingo blickt auf drei Jahrzehnte Erfolgsgeschichte zurück. Was einst als simpler Transporter begann, hat sich zu einem der beliebtesten Familienvans entwickelt – und das mit einer bemerkenswerten Vielseitigkeit.
Die wurzeln liegen im pragmatischen nutzfahrzeug
Die Geschichte des Berlingo ist eng mit der Tradition von Citroën verwoben. Die Idee, ein ursprünglich zweckorientiertes Fahrzeug in einen praktischen und zugleich lebendigen Familienbegleiter zu verwandeln, lässt sich bis zum legendären 2CV und dessen Kastenwagen-Variante zurückverfolgen. Diese Fahrzeuge dienten damals ebenso dem Transport schwerer Lasten auf dem Feld wie dem komfortablen Ausflug mit der ganzen Familie. Der Berlingo ist in vielerlei Hinsicht der geistige Nachfolger des 2CV und des C15.
Bereits 1984 startete Citroën mit dem C15, der Nutzfahrzeugvariante des Visa, einen Vorläufer des Berlingo. Das Modell „C15 Familiale“ mit Rücksitzen ließ erste Andeutungen des späteren Berlingo erkennen. Als der neue Berlingo im Juli 1996 auf den Markt kam, war er von Anfang an als Fahrzeug mit doppelter Bestimmung konzipiert – sowohl als Transporter als auch als Personentransporter. Diese Vision spiegelte sich in den vorausgegangenen Konzeptstudien wie dem „Grand Large“, dem „Plage“ und dem „Berlingo Bulle“ wider.
Ein innovatives Design prägt den Erfolg Der Berlingo unterschied sich von anderen Fahrzeugen seiner Zeit durch die intelligente Schiebetür an der Seite und die separat aufgebaute Heckklappe. Ab 1997 etablierte er sich als „Multispace“-Fahrzeug, das mit Komfort und Geräumigkeit punktete. Die vielfältigen Varianten, darunter der „Dynavolt“ mit Elektromotor und der XTR mit Allradantrieb, erweiterte seine Attraktivität zusätzlich.
Im Jahr 2016, bereits in der zweiten Generation (seit 2008), feierte der Berlingo sein 20-jähriges Jubiläum und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 2,9 Millionen Einheiten gefunden. Eine optische und technologische Überarbeitung erfolgte 2018 (dritte Generation), gefolgt von einem weiteren Facelift im Jahr 2024. Heute hat der Berlingo weltweit mehr als 4,2 Millionen Kunden überzeugt. Auf Basis der flexiblen Stellantis-Plattform EMP2 konnte der Innenraum um 100 Liter erweitert werden, und eine Vielzahl von Antriebsoptionen stehen zur Verfügung.
Die Van-Version ist in zwei Längen (4,40 und 4,75 Meter) erhältlich und bietet Platz für fünf oder sieben Personen. Von konventionellen Benzin- und Dieselmotoren mit Schalt- oder Automatikgetriebe bis hin zur fortschrittlichen ë-Berlingo-Elektroversion mit 136 PS und einer Reichweite von 330-340 km – der Berlingo bietet für nahezu jeden Bedarf die passende Lösung.

Sonderedition „30 jahre“ feiert das jubiläum
Zur Feier des 30. Geburtstages präsentiert Citroën eine spezielle Sonderedition. Diese ist nicht als exklusives Einzelmodell gedacht, sondern als Ausstattungslinie, die zwischen den Ausstattungsmerkmalen „Plus“ und „Max“ angesiedelt ist. Sie bietet „Advanced Comfort“-Sitze, ein doppelbildschirmiges Infotainmentsystem mit 10 Zoll Displays, spezielle 16-Zoll-Leichtmetallräder, eine Rückfahrkamera und ein beheizbares Lenkrad. Die Sonderedition ist in vier exklusiven Farbvarianten erhältlich und kann mit allen verfügbaren Motor-Getriebe-Kombinationen kombiniert werden – vom 110 PS Benzinmotor bis hin zum 136 PS Elektromotor. Die Preise bewegen sich zwischen 27.800 Euro für die Basisversion und 39.500 Euro für die Elektroversion mit 54 kWh Batterie.
Der Citroën Berlingo hat mehr als nur einen Markt geschaffen; er hat eine Fahrzeugkategorie definiert. Kaum ein anderes Auto kann mit einer solchen Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit punkten. Daher ist es kein Wunder, dass Citroën das Modell wie einen seiner besten Söhne feiert und die Produktion in den Fabriken Vigo (Spanien), Mangualde (Portugal) und Ellesmere Port (Großbritannien) für alle Weltmärkte fortsetzt. Der Berlingo beweist eindrucksvoll, dass Pragmatik und Lebensfreude Hand in Hand gehen können – und das schon seit drei Jahrzehnten.
