Christian horner spricht offen über seinen abgang bei red bull
Christian horner blickt zurück: schmerz und verlust nach red bull aus
Christian Horner, der ehemalige Teamchef von Red Bull Racing, äußert sich in der neuen Netflix-Serie „Drive to Survive“ erstmals ausführlich zu seinem überraschenden Ausscheiden aus dem Team. Nach 20 Jahren an der Spitze des Formel-1-Rennstalls musste Horner im September vergangenen Jahres seinen Posten räumen. Die neue Staffel, die am 8. März bei Sky live zu sehen ist, beleuchtet die Ereignisse und Horners Perspektive darauf.
Ein gefühl von verlust und schmerz
Laut Zitaten, die der „Telegraph“ vorab veröffentlichte, empfindet Horner seinen Abschied als einen tiefen Einschnitt. „Ich empfinde ein echtes Gefühl von Verlust und Schmerz“, so Horner. Ihm sei etwas genommen worden, das ihm „sehr kostbar“ gewesen sei. Die Trennung von Red Bull, mit dem er eine beeindruckende Erfolgsgeschichte schrieb, fällt ihm sichtlich schwer.

Die erfolgsgeschichte mit red bull
Horner führte Red Bull von einem kleinen Team zu einem achtmaligen Weltmeistertitel, zunächst mit Sebastian Vettel und später mit Max Verstappen. Diese Erfolge machen seinen Abschied umso schmerzhafter. Die Vorwürfe einer Mitarbeiterin bezüglich unangemessenen Verhaltens hatten jedoch zu einer Krise geführt, die schließlich zu seinem Ausscheiden führte.

Der einfluss von jos verstappen
Auch der Vater von Max Verstappen, Jos Verstappen, hatte sich öffentlich für Horners Abgang ausgesprochen. Horner relativiert diese Einflussnahme jedoch: „Sein Vater war nie mein größter Fan“, erklärt er, glaubt aber nicht, dass die Verstappens direkt für die Entscheidung verantwortlich waren. Er sieht die Verantwortung eher bei Oliver Mintzlaff und Helmut Marko.

Interne machtkämpfe und der tod von dietrich mateschitz
Horner betont, dass interne Machtkämpfe innerhalb von Red Bull eine Rolle spielten. Nach dem Tod des Gründers Dietrich Mateschitz wurde ihm, so Horner, „zu viel Macht zugeschrieben“. Die thailändische Mehrheitseigentümerfamilie Yoovidhya übte ebenfalls einen starken Einfluss aus, was zu Spannungen führte. Diese Veränderungen innerhalb des Unternehmens trugen letztendlich zu seinem Aus.
Blick in die zukunft: alpine und mögliche investitionen
Sein Nachfolger Laurent Mekies führt Red Bull nun in die neue Saison. Gerüchte über eine mögliche Rückkehr Horners in die Formel 1 halten sich jedoch hartnäckig. Neben Aston Martin wird er besonders mit Alpine in Verbindung gebracht. Horner deutet an, dass er an einer Investition in einen Rennstall interessiert ist, allerdings nicht in seiner bisherigen Funktion. „Ich habe meinen Dienst geleistet. Wenn ich zurückkommen sollte, wäre es in einer etwas anderen Funktion als der, die ich 21 Jahre ausgeübt habe.“
