Chelsea: rosenior entlassen – tiefster tiefpunkt seit 1912!
Ein Schock für die Stamford Bridge: Liam Rosenior wurde nach nur 107 Tagen im Amt als Trainer des Chelsea FC entlassen. Die 3:0-Demütigung gegen Brighton war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, und die Worte des Trainers selbst verdeutlichen die Dimension der Katastrophe.

„Inakzeptabel in jeder hinsicht“ – rosenior kritisiert team brutal
„Es war unsere mit Abstand schlechteste Leistung. Inakzeptabel in jeder Hinsicht – sowohl spielerisch als auch kämpferisch“, polterte Rosenior nach dem Spiel. Seine Verteidigung der Spieler schien abrupt zu enden, als er feststellte: „Ich habe immer versucht, meine Spieler zu unterstützen, aber das war unmöglich. Die Intensität, das Ballverlustverhalten, die Chancen, die wir zuließen… es muss sich drastisch ändern.“
Die Statistiken untermauern Roseniors harsche Kritik. Chelsea gelang es zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt nicht, einen Torschuss aufs gegnerische Tor zu bringen. Ihr Expected Goals (xG)-Wert von nur 0,38 markiert ebenfalls den schlechtesten Wert der Saison. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Chelsea war nicht nur in der Lage, Tore zu erzielen, sondern hatte auch kaum Möglichkeiten dazu.
Doch es wird noch schlimmer. Laut Opta Analyst benötigten die Blues unglaubliche 32 Minuten, um ihren ersten Tackle zu absolvieren – ein Zeichen für die mangelnde Aggressivität und Kampfbereitschaft. Chelsea ist das einzige Team in der Premier League, das in 34 von 34 Spielen von seinen Gegnern übertrumpft wurde. „Im Durchschnitt wurde Chelsea in dieser Saison pro Spiel um 5,2 Kilometer überlaufen – der schlechteste Wert der Liga“, so Opta Analyst.
Die Verantwortung für diese Misere wird nun Calum McFarlane übertragen, der als Interimstrainer das Ruder übernehmen muss. Eine Mammutaufgabe angesichts der Tatsache, dass Chelsea nun fünf Spiele in Folge verloren hat – die längste Serie seit 1993. Und noch beunruhigender: Es ist die erste Phase seit 1912, in der die Blues fünf Partien in Folge ohne eigenen Treffer bestreiten. Eine historische Schande für einen Verein mit dem Anspruch des FC Chelsea.
Obwohl die Saison noch nicht verloren ist – das Halbfinale im FA Cup gegen Leeds und der Kampf um die Champions-League-Qualifikation stehen noch aus – ist klar, dass tiefgreifende Veränderungen in Stamford Bridge notwendig sind. Die Frage ist: Kann McFarlane das Team schnell genug stabilisieren, um die drohende Katastrophe abzuwenden?
