Champions-league-quali: handball-liga bangt um dritte chance!

Die Handball-Bundesliga steht vor einem gordischen Knoten. Die Neuregelung der Champions-League-Qualifikation wirft lange Schatten und sorgt für Verunsicherung in den Klubs – und das nur wenige Spieltage vor Saisonende. Während auf dem Feld um die Meisterschaft gekämpft wird, ringen die Verantwortlichen hinter den Kulissen mit Planungsunsicherheiten, die das Bild des deutschen Handballs nachhaltig trüben.

Ein titel, der trügt: die european league-falle

Ein titel, der trügt: die european league-falle

Deutschland ist unangefochten die europäische Handball-Dominanz in der European League. 21 von 24 Titeln seit 2000/01 gingen an deutsche Teams – ein beeindruckender Wert. Doch die neue Qualifikationsregelung, die den European-League-Sieger als möglichen Champions-League-Teilnehmer vorsieht, ist alles andere als ein klarer Gewinn. Denn der Titel allein garantiert keinen Einzug in die Königsklasse. Es braucht entweder den Gewinn der Champions League durch einen ausländischen Klub oder, und hier wird es kompliziert, die Qualifikation eines deutschen Teams über die Bundesliga-Spitze. Eine Konstruktion, die so gut wie keine realistische Chance für den Drittplatzierten bietet.

Christoph Schindler, Geschäftsführer des VfL Gummersbach, brachte die Stimmungslage beim Topspiel zwischen den Füchsen Berlin und seinem Team prägnant auf den Punkt: Der späte Zeitpunkt der Bekanntgabe der neuen Regeln, gerade jetzt, sechs Spieltage vor Saisonende, ist schlichtweg unprofessionell. Die Planungsunsicherheit, die daraus resultiert, wirft ein schlechtes Licht auf den Handball.