Champions-league-finale 2016: reichmann erinnert sich an den kielce-triumph
Es war ein Finale für die Ewigkeit: 2016 führte Tobias Reichmann Kielce sensationell zum Champions-League-Titel. Ein Comeback von neun Toren, ein nervenzerreißender Siebenmeter-Werfen – und der Traum wurde wahr. Nun blicken die Füchse Berlin vor ihrem Viertelfinal-Hinspiel gegen Veszprem auf diesen Triumph zurück, denn Reichmann warnt: „Das kann psychologisch sehr gefährlich werden.“
Die narben von köln: veszprems ewige suche
Für Veszprem ist das Finale von 2016 eine schmerzhafte Erinnerung. Der ungarische Traditionsklub jagt seit Jahren dem ersten Titel in der Königsklasse hinterher, doch das Momentum scheint sich immer zu verweigern. Reichmann weiß, wie sich das anfühlt: „Oft ist das abhängig von der Tagesform, gerade in einem Final Four, bei dem man in zwei Tagen, in zwei Spielen Höchstleistung abrufen muss.“
Die Füchse Berlin stehen vor einer enormen Herausforderung, denn Veszprem ist alles andere als ein Selbstläufer. Der Kader des ungarischen Teams ist mit Stars besetzt, und die Erfahrung in solchen K.o.-Spielen könnte entscheidend sein. „Tobias Reichmann Alle Spieler wissen, worum es geht, da braucht keiner Extra-Motivation.“

Der psychologische faktor: die gefahr des hinspiels
Reichmann warnt vor einem psychologischen Kniff: „Selbst ein knapper Sieg im Hinspiel würde es nicht einfacher machen. Das kann psychologisch sehr gefährlich werden.“ Die Füchse müssen eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen, ohne sich zu früh zu übernehmen. Die Atmosphäre in Veszprem wird explosiv sein, wie Reichmann weiß, der selbst schon auf dem Balkan Handball spielte: „Man versteht oft sein eigenes Wort nicht und die Zuschauer werden alles tun, um ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen.“

Die jungen wilden: berlins hoffnungsträger
Trotz der schweren Aufgabe blickt Reichmann positiv auf die jungen Talente der Füchse: „Die Jüngeren wie Matthes Langhoff, Nils Lichtlein oder Lasse Ludwig haben alle bewiesen, dass sie in solchen Spielen bestehen können.“ Mit der Erfahrung von Spielern wie Gidsel und Anderson im Rücken, können die Füchse durchaus eine Überraschung schaffen.
Das Interview mit Reichmann enthüllt, dass die Füchse am Maximum spielen und der Pokal-Final-Four-Sieg ein Beweis für ihre Stärke ist. Doch der Weg zum Champions-League-Titel ist noch weit, und Veszprem wird alles daran setzen, die deutsche Mannschaft zu stoppen. Es bleibt spannend, ob die Füchse Berlin die psychologischen Fallen umgehen und ihren Traum vom Final Four wahr machen können.
