Champions-finale: siebert brilliert, wm-nominierung verpasst – bitterer rückschlag für den deutschen?
Daniel Siebert, der Schiedsrichter des Champions-League-Finales zwischen Arsenal und Paris Saint-Germain, hat eine Leistung gezeigt, die internationale Anerkennung fand. Doch der Triumph wird von einer bitteren Realität überschattet: Er wurde von der FIFA für die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika nicht berücksichtigt. Ein Ausschluss, der viele Fragen aufwirft und die deutsche Schiedrichter-Szene verunsichert.
Wagner: „ich hätte es ihm sehr gegönnt“
Lutz Wagner, ehemaliger Referee und Lehrwart des DFB, drückt seine Enttäuschung über die Entscheidung der FIFA deutlich aus. „Es hätte mich für ihn gefreut. Daniel ist ein exzellenter Schiedsrichter, der das Champions-League-Finale gepfiffen hat – und das auf herausragendem Niveau. Er hat beste Werbung für deutsche Schiedsrichter betrieben“, so Wagner in der Sendung WM Aktuell auf Sport1. Die Entscheidung der FIFA erscheint angesichts seiner Leistung daher unbegreiflich.
Während der gebürtige Berliner Siebert auf den WM-Teilnahme verzichten muss, wird Felix Zwayer als einziger deutscher Unparteiischer in Nordamerika im Einsatz sein. Wagner verteidigt Zwayer: „Er hat sich eine WM-Nominierung absolut verdient. Seine Leistungen bei der Klub-WM und der Europameisterschaft sprechen für sich.“ Auch seine Assistenten, Robert Kempter und Christian Dietz, werden bei der WM dabei sein.

Dankert als var-experte
Ein Lichtblick gibt es mit Bastian Dankert, der als Video-Assistent bei der WM zum Einsatz kommt. Wagner lobt ihn als „den vielleicht besten VAR weltweit“, der bereits bei zahlreichen großen Turnieren seine Expertise unter Beweis gestellt hat. „Die FIFA hat es damit richtig gemacht“, betont Wagner.
Die Kombination aus Zwayer, Kempter, Dietz und Dankert hätte Wagner für das deutsche Team gewünscht. „Dann wäre ich um die WM nicht bange gewesen.“ Die FIFA scheint jedoch eine andere Strategie verfolgt zu haben, die den deutschen Schiedrichtern einen Strich durch die Rechnung macht. Die Eröffnungsspiele der WM, beginnend am 11. Juni in Mexiko-Stadt, werden zeigen, ob die Entscheidung der FIFA die Qualität der Schiedsrichterleistungen beeinträchtigen wird.
Die Kontroverse um Daniel Sieberts Nicht-Nominierung wirft ein Schlaglicht auf die Kriterien der FIFA bei der Auswahl der Schiedsrichter und unterstreicht die Bedeutung einer transparenten und nachvollziehbaren Entscheidungsfindung.
