Ceuta: traum vom aufstieg geplatzt – eibar schaltet ab
Ein halbes Jahrhundert! Nach fast 50 Jahren kehrte der Ceuta FC in die zweite spanische Liga zurück. Ein historischer Moment, der jedoch bitteren Nachgeschmack hinterließ. Nach der sichergestellten Lizenzvergabe und dem Sieg vor zwei Wochen gegen Cádiz schien der Traum vom Aufstieg in die erste Liga plötzlich greifbar. Doch nun sieht es düster aus.

Die osterwoche räumte mit den hoffnungen auf
Die Semana Santa brachte für den Ceuta FC eine bittere Pille. Zwei Auswärtsspiele in Burgos und Eibar, zwei der schwierigsten Gegner der Liga, endeten in einer deutlichen Niederlage. Besonders das Spiel gegen Eibar, das mit 3:0 verloren ging, verdeutlichte die vorhandenen Schwächen des Teams.
Die Mannschaft von José Juan Romero präsentierte sich in der Fremde erneut anfällig. Mit nur sechs Punkten aus acht Auswärtsspielen in diesem Jahr gehört Ceuta zu den schwächsten Auswärtsteams der Liga. Die Abwehr ist ein gefundenes Fressen für die Gegner: 55 Gegentore sind die traurige Bilanz in der Hypermotion Sportian Liga – die zweitmeisten aller Teams, nur übertroffen vom Absteiger Cultural Leonesa. Allein in den letzten vier Auswärtsspielen kassierte Ceuta 13 Gegentreffer. Das ist alarmierend.
Der Abstand zur Playoff-Zone beträgt nun neun Punkte. Bei lediglich acht verbleibenden Spieltagen und 24 möglichen Punkten ist die Frage, ob Ceuta noch eine Vorentscheidung für einen Aufstiegsplatz erreichen kann, mehr als fraglich. Die finanzielle Situation des Clubs, mit einem der niedrigsten Gehaltsbudgets der Liga, erschwert die Situation zusätzlich. Während der Aufstieg selbst ein Wunder war, verblasst das Traumziel Bundesliga angesichts der aktuellen Leistungen und der finanziellen Zwänge.
Die Mannschaft hat zwar bewiesen, dass sie zu beeindruckenden Leistungen zuhause fähig ist, doch die Konstanz fehlt. Die Auswärtsschwäche ist der Knackpunkt, der den Aufstiegswahn jäh beendet hat. Es bleibt abzuwarten, ob der Trainer Romero in den verbleibenden Spielen eine Trendwende herbeiführen kann. Die Wahrheit ist: Die Chance auf die Bundesliga ist unwahrscheinlich, aber die Ehre muss gewahrt werden.
