Celta hängt in der anstellungsfalle: 28 profis, ein trainer und kein platz

Claudio Giráldez träumt lautstark von einer schlanken Truppe, doch Realität bei Celta Vigo liest sich wie ein schlechter Witz: 28 Profis stehen noch unter Vertrag, der Markt lahmt, und der Trainer darf wieder vom Ab- statt vom Zukauf reden.

Die geister der letzten saison

Von der Kaderliste 2023/24 hängen 22 Akteure noch immer fest. Iago Aspas hat verlängert, sein Name also sicher. Marcos Alonso dagegen grübelt, ob er überhaupt weitermachen will – ein Luxusproblem, das Celta nicht braucht. Óscar Mingueza ignoriert das erneuerte Angebot komplett, sein Vertrag läuft am 30. Juni aus. Gelten wird er ab Juli als verloren.

Die Abgänge sind noch nicht offiziell bestätigt, trotzdem steht fest: Aidoo, Cervi und Ristic werden nicht mehr in Vigo spielen. Ihre Pässe liegen bereits in der Schublade. Gleiches gilt für Fer López, dessen Leihe zwar endet, der aber Wolverhampton weiterhin gehört – und den Celta nur ungern ziehen lassen will.

Rückkehrer aus der leihen-baustelle

Rückkehrer aus der leihen-baustelle

Fünf Spieler kehren aus Leihen zurück und blasen die Liste auf 28 Köpfe auf: Unai Núñez, Damián, Carles Pérez, Manu Sánchez und Dotor. Dazu kommt Aleix Febas, der einzige Neuzugang bislang. Das Kalkül des Klubs ist altbekannt: Erst verkaufen, dann kaufen. Doch der Sommer ist kurz, der Markt träge, und die WM im Hintergrund bremst zusätzlich.

Die Rechnung ist simpel: Je länger Celta wartet, desto tiefer sinkt der Restwert der Überschüssigen. Giráldez weiß das. Er hat keine Lust, wieder mit einer überbordenden Kabine zu arbeiten. Doch bis jetzt wartet er vergeblich auf Signale aus dem Büro. Die Uhr tickt. Und Galiciens Sommerwind trägt bislang nur heiße Luft.