Cellino: der verrückte präsident mit den bizarren regeln!
Mauro Esposito, ehemaliger Stürmerstar von Cagliari und Roma, lüftet den Deckel über die exzentrischen Gewohnheiten seines ehemaligen Arbeitgebers, Massimo Cellino. Die Geschichten sind so abenteuerlich, dass sie kaum zu glauben sind – von Verboten für Frisuren bis hin zu seltsamen Ausreiseterminen für Trainingslager. Ein Blick zurück auf eine Ära voller Fußball-Kuriositäten.
Keine zöpfe im team: cellinos ungewöhnliche vorgaben
Esposito, der 66 Tore in sechs Saisons zwischen Serie B und A erzielte und damit zu den besten Torschützen der Cagliari-Geschichte gehört, erinnert sich an eine Zeit, in der Cellino das Sagen hatte – und das beinhaltete auch die Kontrolle über die Frisuren seiner Spieler. „Er mochte keine Spieler mit Zöpfen oder Ketten im Haar. Ein Spieler wurde sogar aus dem Team ausgeschlossen, weil er sich nicht an diese Regel hielt.“ Ein Verhalten, das seinen Platz in den Annalen des italienischen Fußballs gefunden hat.
Aber das war noch nicht alles. Cellino hatte auch eine seltsame Abneigung gegen die Farbe Lila. „Er ließ den Sponsor Tiscali, dessen Logo violett war, von der Trikotwerbung verschwinden.“ Und wer am Freitag abreisen wollte, um an einem Trainingslager teilzunehmen, hatte Pech. „Wir durften nur am Donnerstag oder Samstag abreisen. Und am 17. des Monats durfte niemand mit dem Flugzeug fliegen!“

Die messi-connection und die verpasste wm
Esposito enthüllt auch, dass der FC Barcelona, damals noch mit einem jungen Lionel Messi in den Reihen, ihn beobachtet hatte. „Sie schickten Scouts, um mich zu begutachten.“ Auch Inter und Roma zeigten Interesse, doch Cellino hielt ihn 2005 fest, mit dem Versprechen, ihn im folgenden Jahr ziehen zu lassen. Doch die Verletzungen und die fehlende Chance in Rom verhießen kein gutes Ende.
Der größte Schmerz bleibt jedoch die verpasste Weltmeisterschaft 2006. „Ich war in der Vorbereitungsphase dabei, in den 30 Vorkandidaten. Lippi und Gigi Riva sagten mir, ich solle mich nicht entmutigen, aber es hieß, ich spiele nur, weil ich in Cagliari und nicht bei einem Top-Klub spiele.“ Ein bitteres Schicksal, das Esposito bis heute verfolgt.
„Ich hätte 2005 Weltmeister geworden“, sagt Esposito mit einem Hauch von Wehmut. „Aber Lippi hat Camoranesi ausgewählt, weil er bei einem größeren Verein spielte.“
Heute trainiert Esposito die U13 von Pescara und teilt sein Wissen mit der nächsten Generation. Doch die Erinnerungen an die verrückte Zeit bei Massimo Cellino bleiben unvergessen – eine einzigartige Mischung aus Fußball, Exzentrik und unvergesslichen Geschichten. Die Fußballwelt hat viele skurrile Präsidenten gesehen, aber Cellino gehört zweifellos zu den außergewöhnlichsten.
