Ceferin erntet kritik: kleine wm-teilnehmer wettern gegen uefa-boss

Ein heftiger Disput entbrennt im Vorfeld der erweiterten Weltmeisterschaft 2026: Aleksander Čeferin, der Präsident der UEFA, hat sich in der Vergangenheit kritisch über die Leistungen kleinerer Fußballnationen geäußert, was nun zu scharfer Gegenwehr geführt hat. Mehr als ein Dutzend kleinerer WM-Teilnehmer schickt nun eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre tiefe Enttäuschung über seine Äußerungen zum Ausdruck bringen.

Die botschaft der kleinen fußballnationen

Die Fußballverbände von Nationen wie Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, DR Kongo und weiteren haben sich in einer gemeinsamen Erklärung zu Wort gemeldet. Der Tenor: Fußball gehört nicht einer exklusiven Gruppe von Nationen. Für ihre Länder bedeuten WM-Spiele mehr als nur ein Spiel – sie sind eine Chance, auf der Weltbühne zu stehen und die Atmosphäre eines Großereignisses zu erleben. Die Verbände betonen, dass jedes WM-Spiel für sie von unschätzbarem Wert ist.

Čeferins kritik und ihre hintergründe

Čeferins kritik und ihre hintergründe

Die Kritik des UEFA-Präsidenten richtete sich gegen die zunehmende Anzahl von Spielen bei der WM, die er als „völlig uninteressant“ bezeichnete. Er argumentierte, dass einige Nationalmannschaften, die sich qualifiziert haben, in Europa kaum ein Spiel gewinnen würden. Doch er relativierte seine Aussage später, indem er betonte, dass auch kleinere Länder die Chance verdient hätten, die WM-Atmosphäre zu erleben.

Es ist ein besonders brisantes Thema, da Čeferin gleichzeitig FIFA-Vizepräsident ist und die Erweiterung der WM auf 48 Teams unterstützt. Die Reaktionen der kleinen Fußballnationen zeigen, dass seine Worte nicht unbemerkt geblieben sind und eine Debatte über die Wertigkeit und den Stellenwert kleinerer Teams im Weltfußball ausgelöst haben.

Weitere kontroversen um čeferin

Weitere kontroversen um čeferin

Die Kritik an Čeferin beschränkt sich jedoch nicht nur auf die WM-Debatte. In dem slowenischen Interview äußerte er sich auch kritisch zu den Ticketpreisen für das Turnier und bezeichnete die Bezeichnung der WM als „größte Show auf dem Planeten“ durch FIFA-Präsident Gianni Infantino als „Marketing-Gag“. Besonders umstritten waren seine Worte zum Verhältnis von Infantino zu US-Präsident Donald Trump, dem er einen „FIFA-Friedenspreis“ verlieh, nachdem ihm der Friedensnobelpreis verwehrt blieb.

Die Reaktion der kleinen WM-Teilnehmer ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Äußerungen von UEFA-Präsident Čeferin in der Fußballwelt auf wenig Gegenliebe stoßen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und ob Čeferin seine Position überdenken muss.