Carolina marín besiegt den ruhestand: marken jubeln über badminton-legende

Carolina Marín ist seit fünf Monaten nicht mehr auf dem Court – dennoch spuckt das 18. Barómetro de Patrocinio Sport+Entertainment von SPSG Consulting sie als Spitzenreiterin der spanischen Athleten-Rankings aus. Kein Fußballer, kein Tennisspiel, keine Olympia-Medaillengewinnerin kann ihr das Wasser reichen.

Die zahlen sprechen: 65 % positive markenwahrnehmung

Die Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die glauben, nur aktive Sportler würden zählen: 65 % positive Markenwahrnehmung bei über 2.000 Befragten. „Wir haben kein andere Sportlerin mit so einem cleanen Image in den Büchern“, sagt Ignacio García, ihr Manager seit zwölf Jahren. „Keine Skandale, keine Filter, keine Nachrichten, die man vertuschen muss. Sie ist einfach Nadal in einem Yonex-Skirt.“

Und genau deswegen flattert Iberdrola, ihr Hauptsponsor seit einer Dekade, gestern mit einem Abschieds-Event ins Andalusien-Stadion von Huelva, wo alles begann. La Liga, Movistar, Santander, Toyota, Sanitas, Samsung, UCAM – sie alle wollen dranbleiben. Neuestes Mitglied im Clan: Cantabria Labs. Warum? „Weil ihre Story nicht mit dem Karriereende endet, sondern gerade erst anfängt“, erklärt García.

Legacy tour: vom ersten schlag zur akademie

Legacy tour: vom ersten schlag zur akademie

Der Plan steht: Gemeinsam mit Yonex gründet Marín eine badminton-Akademie in ihrer Heimatstadt. Am Freitag wird der erste Spatenstich gesetzt – mit dem Titel The First Hit. „Talent ist überall, Chancen nicht“, zitiert sie ihr eigenes Motto. „Ich will den Weg ebnen, nicht nur beschreiben.“

Die Halle, in der sie als Achtjährige das erste Mal einen Federball versenkte, wird zur Pilgerstätte. Kids aus ganz Andalusien bekommen Equipment, Coaching, Mentoring – alles finanziert von den Marken, die sich weiter an ihrem Glanz berauschen wollen. „Wenn wir nur einen neuen Weltmeister produzieren, war es das wert“, sagt sie und klingt dabei nicht nach Marketing-Sprech, sondern nach einer, die weiß, wie sich Hunger anfühlt.

Die Botschaft ist klar: Marín mag die Schläger an den Nagel gehängt haben, aber sie spielt weiter – nur auf einem anderen Feld. Und die Marken? Die rennen hinterher, als wäre der Finalball noch nicht gefallen.