Candela und rakitic schlagen materazzi und ziehen ins dubai-finale ein
Vincent Candela und Ivan Rakitic haben beim Auftakt der EA7 World Legends Padel Tour 2026 sofort den Ton angegeben: 9:6 gegen Marco Materazzi und Diego Perotti im Finale von Mailand – und damit das Ticket für die November-Finals in Dubai sicher.
Candela nach der premiere: „wir haben es uns verdient“
Der Franzose, 2006 in Berlin noch Weltmeister, bestritt sein erstes Turnier auf dem neuen Legends-Zirkus und fand in Rakitic einen Partner, der sich sofort einfühlte. „Wir haben von Punkt eins an gut kommuniziert, die Räume genutzt und vor allem Materazzis Vorhand unter Druck gesetzt“, sagte Candela nach dem Match. Die Taktik ging auf: Materazzi brachte zwar Power, aber keine Konstanz, Perotti patzte zweimal in Folge beim Return.
Für Rakitic war es gleich doppelt süß. Der Kroate erlebte sein Debüt auf dem Zirkus, der von Alessandro Moggi ins Leben gerufen wurde, und durfte neben dem Pokal auch noch Luka Modric an der Bande willkommen heißen. „Er ist wie mein Bruder. Als er hereinkam, habe ich keine einzige Rückhand verloren“, lachte Rakitic. Das Video von Modrics überraschtem Besuch machte innerhalb von Minuten die Runde durch die Kabinen.

Die arena in scalo farini war ausverkauft
1.200 Zuschauer drängten sich an den Glaswänden des Padel Zenter, die Tribüne war zwei Stunden vor Anpfiff bereits voll. Die Organisatoren hatten VIP-Länder installiert, doch selbst dort schlichen sich Jugendliche ein, die mit Selfie-Sticks die Idole hautnah einfangen wollten. Die Atmosphäre kippte zwischen Tennis-Stadion und Fußball-Kurve – ein Sound, den man so in der Padel-Welt selten hört.
Der Sieg bringt Candela und Rakitic 30 Punkte in der Legends-Gesamtwertung und ein Preisgeld von 35.000 Euro. „Das Geld ist nett, aber die Punkte zählen“, sagte Candela. „In Dubai geht es um die Krone.“

Die road to dubai führt über fünf kontinente
Die nächste Station ist New York (17./18. April), bevor der Zirkus nach Istanbul, Rom, Amsterdam, Shanghai und Hong Kong rollt. Pro Statt qualifizieren sich nur die beiden besten Paare für das Finale im November. Mit dabei: Alessandro Nesta, Carles Puyol, Michael Ballack und Didier Drogba. Die Liga der Legends wird härter, aber Candela warnt: „Wir haben jetzt Selbstvertrauen. Und Selbstvertrauen schlägt Talent, wenn das Timing stimmt.“
Ein Detail verrät noch mehr über die neue Serie: Die Schiedsrichter kommen aus der Profi-Padel-Tour, die Bälle sind von Head, die Socken von EA7 – und die Spieler müssen ihre Schläger selbst zählen. Kein Agent, kein Personal, nur der Handschlag vor dem ersten Aufschlag. Das macht die Serie ungewollt authentisch. Die Legenden sind wieder Anfänger – und das Publikum liebt es.
