Caja rural: optimismus vor dem tour de france!

Barcelona bebt bereits, aber in Spanien herrscht eine andere Art von Aufbruchstimmung: Bei Caja Rural-Seguros RGA schlummert ein verhaltenes, aber echtes Selbstvertrauen. Es ist keine leere Versprechung, kein aufgeblasener Tweet – sondern das Gefühl einer Mannschaft, die in den letzten Wochen einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat und im Tour Auvergne-Rhône-Alpes den besten Beweis dafür lieferte, dass eine unvergessliche Grande Boucle möglich ist.

Die überraschung von auvergne-rhône-alpes

Das Team aus der baskischen Region war mit einem klaren Plan in das Rennen gestartet: Wettkampftage sammeln, die Form feilen und den einen oder anderen Sprinter auf die letzten Intensitäten vor dem Tour de France vorbereiten. Doch die Realität übertraf alle Erwartungen. „Wir waren selbst überrascht“, gesteht Josemi Fernández, der sportliche Leiter, gegenüber MARCA. „Auvergne-Rhône-Alpes war für Castellón oder Parra eine Vorbereitung, ein letzter Kick vor der Rückkehr in die Höhe. Sie waren auch nicht optimal vorbereitet, um die gezeigten Leistungen abzurufen.“

Die Leistung des Teams vermittelte ein Bild, das perfekt mit der Identität von Caja Rural harmoniert: Ein mutiges, offensives Team, das jede Chance ergreift. Die Ausreißer Alediaz und Arriola, das Engagement von Darder und die Konstanz von Castellón und Parra brachten das Team fast täglich gegen die größten Teams der WorldTour zur Geltung. „Wir wollten mutig sein und uns zeigen“, erklärt Fernández. „Wir dachten, vielleicht könnte einer von uns unter den Top 20 landen, aber realistisch wussten wir, wo wir standen.“

Konkurrenzkampf für die tour-auswahl

Konkurrenzkampf für die tour-auswahl

Dieses Ergebnis kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Caja Rural hat noch eine Auswahl von zehn Fahrern, aus denen die acht Tour-Teilnehmer ausgewählt werden müssen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, und die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Während einige Fahrer weiterhin in der Höhe trainieren, wird ein anderer Block im Tour de Slowakei an den Start gehen, bevor die Klasika de Andorra und die nationalen Meisterschaften folgen. „In der Meisterschaftswoche werden wir die endgültige Auswahl von acht Fahrern treffen“, so Josemi.

Mehr als nur teilnahme

Mehr als nur teilnahme

Der interne Wettbewerb ist eine hervorragende Nachricht für ein Team, das eine der wichtigsten Saisons seiner jüngeren Geschichte in Angriff nimmt. Die Einladung zum Tour de France war ein sportlicher, medialer und emotionaler Schub für das gesamte Projekt. Doch das Team will sich nicht mit der Teilnahme zufrieden geben, sondern will Spuren hinterlassen. Die Botschaft, die Josemi Fernández bei der Vorstellung des Grand Départ in Madrid aussprach, fasst die Ambitionen des baskischen Teams perfekt zusammen: „Wir wollen jeden Tag präsent sein. In den Ausreißergruppen mitmischen, Chancen nutzen und jede Etappe kämpfen.“ Eine Aussage, die mit der Philosophie übereinstimmt, die Caja Rural das ganze Jahr über gezeigt hat.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Spannung steigt. Während die großen Favoriten ihre Ambitionen auf das Gelbe Trikot geltend machen, feilt Caja Rural an den letzten Details eines Projekts, das nach seiner hervorragenden Leistung in Frankreich gestärkt hervorgegangen ist. Der Tour Auvergne-Rhône-Alpes hat bewiesen, dass das Team ohne Komplexitäten gegen die Giganten des Pelotons konkurrenzfähig ist. Nun gilt es, diese Gefühle auf den Tour de France zu übertragen und die Hoffnung in Ergebnisse umzuwandeln. Denn im Team aus dem Baskenland ist man sich klar: Es geht nicht nur darum, dabei zu sein. Es geht darum, jeden Tag im Rampenlicht zu stehen – und nach den letzten Wochen gibt es dafür gute Gründe.