Cagliari im abstiegskampf: rückzug ins trainingslager zur rettung?

Reggio Emilia – Ein Schock für die Sardegna-Fans: Die jüngste Niederlage gegen Sassuolo (1:2) katapultierte den Cagliari Calcio tiefer in den Abstiegskampf. Die Hoffnung auf eine ruhige Rückrunde ist jäh dahin, und nun droht die bittere Realität der Relegation.

Trainer pisacane unter druck: letzte chance gegen cremonese?

Trainer pisacane unter druck: letzte chance gegen cremonese?

Die Situation ist ernst. Nach nur zwei Punkten aus den letzten acht Spielen – eine erschreckende Bilanz, die das Team in eine tiefe Krise stürzt – sieht sich Fabio Pisacane mit enormem Druck konfrontiert. Die Verantwortlichen wollen nun mit einer drastischen Maßnahme gegensteuern: Ab Montag geht es ins Trainingslager in Asseminello. Dort soll die Mannschaft bis zum entscheidenden Heimspiel gegen Cremonese am Samstag, den 11. April, intensiv an der Aufarbeitung arbeiten und die nötige Geschlossenheit zurückgewinnen.

Doch die Zeichen stehen nicht gut. Die Defensive hat in den letzten acht Spielen satte 13 Gegentore kassiert, während die Offensive kaum mehr etwas trifft. Die Fiorentina, die am vergangenen Wochenende in Verona einen Sieg feierte, überholte den Cagliari in der Tabelle. Nur noch Cremonese und Lecce liegen hinter den Rossoblù – wobei diese beiden Teams am kommenden Wochenende ebenfalls noch um wichtige Punkte kämpfen.

Es ist ein Teufelskreis: Das Team wirkt erschöpft, die Spieler scheinen die Energie für 90 Minuten nicht mehr aufbringen zu können. Selbst der sonst zuverlässige Gastón Pereiro wird von den gegnerischen Verteidigern eng bewacht, was seine Wirkung deutlich reduziert. Die vielen Wechsel auf der Bank werfen Fragen auf und lassen den Eindruck entstehen, dass die Mannschaft ihre Form verloren hat.

„Die Probleme sind offensichtlich“, gestand Sebastiano Esposito nach dem Spiel. „Aber wenn ich etwas sage, greife ich jemanden an, wenn ich etwas anderes sage, greife ich wieder jemanden an.“ Ein bezeichnendes Statement, das die Verzweiflung im Team widerspiegelt. Aber die Zeit für Schuldzuweisungen ist vorbei. Die Spieler müssen nun selbst die Verantwortung übernehmen und sich aus dieser Krise befreien.

Die Osterfeiertage werden für die Cagliari-Profis zur Zwangspause. Keine Entspannung, keine Familie – nur harte Arbeit im Trainingslager. Denn das Spiel gegen Cremonese ist mehr als nur ein weiteres Spiel. Es ist ein Endspiel um den Klassenerhalt. Und sollte die Situation sich auch dort nicht verbessern, könnte selbst Pisacanes bisher unerschütterliche Position in Frage gestellt werden.

Die Wahrheit ist: Cagliari steht am Scheideweg. Nur eine Wunderketten kann den Abstieg verhindern. Und das Wunder muss am kommenden Wochenende in der Unipol Domus beginnen.