Cafú: so will brasil die wm holen – und die neue fifa-regel feiern!
Vancouver – Fußballlegende Cafú hat im Rahmen des 76. FIFA-Kongresses in Vancouver nicht nur seine Prognosen für die WM abgegeben, sondern sich auch zur umstrittenen neuen Regel gegen verbale Angriffe auf dem Platz geäußert. Der ehemalige brasilianische Nationalspieler und Rekordhalter für WM-Spiele sieht sein Land als ernsthaften Titelanwärter, mahnt aber auch zur Bescheidenheit.
Die wm-hoffnungen südamerikas und militaos ausfall
“Ich hoffe, dass eine südamerikanische Mannschaft die Weltmeisterschaft gewinnt. Wir werden hervorragend vertreten sein, und ich hoffe, dass es für unseren Kontinent funktioniert“, erklärte Cafú. “Natürlich kann es Argentinien sein, sie sind die amtierenden Weltmeister, und auch wir haben eine Chance.“ Der Verlust von Éder Militão, einem vielseitigen Spieler, der sowohl als Innen- als auch Außenverteidiger eingesetzt werden kann, sei natürlich ein herber Schlag. “Ancelotti wird wissen, wie er ihn ersetzen kann“, fügte Cafú hinzu, wobei er die Bedeutung einer flexiblen taktischen Anpassung betonte.

Vinícius und die neue fifa-regel: ein schritt in die richtige richtung
Cafú betonte, dass Brasilien mehr als nur Vinícius Júnior sei, obwohl dieser zweifellos ein entscheidender Spieler sei. “Es sind alle, die wichtig sein werden. Die Verantwortung ist als Fünfmal-Weltmeister immer größer“, so der ehemalige Rechtsverteidiger. Besonders ansprechend findet Cafú die neue FIFA-Regel, die Spielern, die den Mund zudrücken, um zu protestieren, direkt die rote Karte zeigt. “Ich finde es fantastisch. Man muss sich nicht den Mund zuhalten, um mit den Mitspielern, den Rivalen, den Freunden zu reden – um Fußball zu spielen. Jeder sollte so sein, wie er ist.”
Die Regelauslegung der FIFA, die auf eine Nulltoleranzhaltung bei verbalen Angriffen abzielt, wird von vielen als ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Verhaltens auf dem Spielfeld begrüßt. Cafú unterstreicht, dass dies auch dazu beiträgt, die Individualität der Spieler zu respektieren, solange diese Individualität nicht in beleidigende Äußerungen umschlägt. Die Worte des Weltmeisters von 1994 und 2002 zeigen, dass die Fußballwelt nicht nur nach sportlichem Können strebt, sondern auch nach fairer Behandlung und Respekt.
