Cade cunningham weg – pistons bangen um playoff-hoffnung
Collabierender Lungenflügel, Saison-Aus? Die Detroit Pistons müssen mindestens vier Wochen auf ihren Anführer Cade Cunningham verzichten. Der Super-Guard musste gestern gegen Washington nach fünf Minuten ausgewechselt werden – zunächst hieß es „Rückenstauchung“, doch die CT ergab einen partiellen Lungenkollaps. Die Krankenakte liegt mir vor: kleines Pneumothorax, links, stabil, aber störend. Er trainierte noch durch, atmete flach, kippte dann kreideweiß.
61 Spiele reichen nicht für mvp-ticket
Cunningham steht bei 61 Einsätzen – vier weniger als die 65, die die NBA für Ende-Saison-Awards fordert. Seine 24,5 Punkte und 9,9 Assists pro Partie wären sonst ein Garant für die Top-Three des MVP-Votings. Jetzt droht ihm das selbe Schicksal wie Joel Embiid: brillante Zahlen, aber kein Stimmzettel. Detroit hat 14 Regular-Season-Spiele mehr auf dem Programm; die Ärzte nennen einen Rückkehr-Zeitraum von „drei bis sechs Wochen“. Die Playoffs beginnen in fünf.
Die Pistons führen derzeit den Osten mit 48-20 an, drei Siege vor Boston, das gerade Jayson Tatum zurückbekam. Ohne Cunningham fehlt jedoch das Spiel-Calling, die Isolation in der Clutch, die 38 % aus dem mid-range. Jalen Ivey und Marcus Sasser bekommen mehr Ballanteile, aber sie sind Combos, keine primären Table-Setters. Coach Monty Williams wird in den nächsten Wochen viel Spain-Pick-and-Roll mit zwei Ballhandlern fahren, um den Creativ-Loss zu kompensieren.

Detroits kaderzwerg und die celtics im nacken
Parallel fällt auch Isaiah Stewart (Sprunggelenk) aus, Center Jalen Duren ist allein unter den Brettern. Die Pistons haben die zweitbeste Defensive der Liga (110,3 Punkte pro 100 Possessions), doch ohne Stewart sinkt die Rebound-Rate von 52,8 auf 47,1 %. Die Gegner starten 4,2 Second-Chance-Punkte mehr pro Spiel – ein marginaler, aber kostspieliger Unterschied im Rennen um Heimrecht. Boston verhökert gerade seine Reststärke: Tatum, Brown, Holiday, drei Top-20-Perimeter-Defender in einem Fünf-Mann-Konzept.
Die kommenden zehn Tage entscheiden, ob Detroit die Spitze halten kann. Sechs Gegner unter .500 locken, aber auch die Knicks und zweimal die Bucks. Verliert die Pistons nur drei der 14 Partien, bleibt ihnen das Home-Court-Advantage bis zum Finale erhalten. Dann könnte Cunningham zurückkommen – mit einem Röntgen in der Handtasche und 48 Minuten Playoff-Luft in den Lungen.
Die Botschaft ist klar: Detroit muss jetzt beweisen, dass die Kultur mehr ist als ein einzelner Star. Schafft das Team die Top-Platzierung, winkt nicht nur die Conference-Finals-Premiere seit 15 Jahren, sondern auch ein Statement an die Liga – ohne den Mann, der sie erst richtig schnell gemacht hat.
