Bvb: nur 25 millionen für transfers – ricken schlägt zurück!
Dortmund – Der Champions-League-K.O. hat finanzielle Konsequenzen: Borussia Dortmund steht im Sommer vor einem Transferbudget von lediglich 25 Millionen Euro, sofern keine Spieler verkauft werden. Ein Drama daraus macht Sportchef Lars Ricken jedoch nicht – und offenbart im Gespräch mit SPORT BILD eine neue Strategie.

Kovac bekommt klare ansagen, sancho im fokus
Die finanzielle Realität ist für den BVB unbestreitbar. Während englische Top-Klubs Milliarden für neue Stars investieren, muss Dortmund mit deutlich weniger auskommen. Ricken, der seit Mai 2024 die sportlichen Geschicke lenkt, sieht darin jedoch keine Einbahnstraße: „Wir wollen den Kader verstärken, um den Abstand zu Bayern weiter zu verringern.“ Dabei will er sich nicht von der Tatsache blenden lassen, dass andere Vereine unser Geschäftsmodell – die Entwicklung junger Talente – kopieren.
Ein zentraler Baustein der neuen Transferstrategie ist die Suche nach einem kreativen Offensivspieler, der Qualität besitzt und sofort weiterhilft, ohne dabei die Transferbilanz zu sprengen. Julian Brandts Abgang hinterlässt eine Lücke, die geschlossen werden muss. „Das machen wir auch bei Jadon“, so Ricken, was die Spekulationen um ein Comeback des englischen Nationalspielers Jadon Sancho, der aktuell bei Aston Villa ausgeliehen ist, weiter anheizt. Die Verantwortlichen beschäftigen sich intensiv mit potenziellen Kandidaten und prüfen deren Eignung für den BVB.
Auch in der Defensive gibt es Handlungsbedarf. Niklas Süle verlässt den Verein, Emre Can fällt weiterhin aus. Die Suche nach einem geeigneten Ersatz stellt daher eine weitere Priorität dar. Die Namen Fisnik Asllani und Nick Woltemade wurden ebenfalls gehandelt, doch Ricken betonte, dass der BVB bereits gut aufgestellt sei. „Dafür haben wir Guirassy und Silva“, erklärte er.
Ein Detail, das viele übersehen: Serhou Guirassy könnte im Sommer deutlich günstiger zu haben sein. Seine Ausstiegsklausel soll von ursprünglich 40 Millionen Euro auf rund 35 Millionen Euro sinken. Das könnte die Verpflichtung des Stürmers deutlich attraktiver machen – und die Suche nach einem neuen Angreifer neu beleuchten. Die Verantwortlichen beschäftigen sich intensiv mit Asllani, was die Suche nach einem neuen Offensivmann noch spannender macht.
Die Aufgabe ist klar: Mit cleveren Transfers und der Weiterentwicklung des eigenen Nachwuchses soll der Abstand zu Bayern weiter verringert werden. Ricken hat sich der Herausforderung gestellt und verspricht Trainer Kovac eine schlagkräftige Mannschaft.
Die schwarz-gelbe Fanbase darf gespannt sein, welche Spieler im Sommer nach Dortmund kommen werden. Ein Transfercoup im Jadon-Sancho-Format wäre dabei der absolute Höhepunkt.
