Burghardt beendet karriere: ein abschied mit glanz und tränen
Ein Karrierende, das viele im deutschen Sport überrascht hat: Alexandra Burghardt, die vielseitige Athletin, die von der Tennisbahn über den Bob bis zur Sprintbahn führte, hat ihre aktive Karriere beendet. Im Alter von 32 Jahren verabschiedet sie sich von den Wettkämpfen, hinterlässt aber eine beeindruckende Erfolgsbilanz und unzählige Erinnerungen.
Von winhöring nach ganz oben: eine außergewöhnliche reise
Die Geschichte von Alexandra Burghardt ist alles andere als geradlinig. Angefangen hat sie mit dem Tennis, wo ihre Schnelligkeit und Sprungkraft bereits früh auffielen. Doch der Wechsel zur Leichtathletik sollte ihre Karriere entscheidend prägen. Nach anfänglichen Rückschlägen durch Verletzungen kämpfte sie sich zurück an die Spitze und wurde zur deutschen Sprintelite.
Ein überraschender Wendepunkt kam 2021, als Burghardt kurzfristig zum Bob wechselte. Als Anschieberin von Mariama Jamanka feierte sie bei den Olympischen Winterspielen in Peking einen fulminanten Einzug ins Rampenlicht und sicherte sich die Silbermedaille. Diese unerwartete Erfolgsgeschichte zeugt von ihrer Vielseitigkeit und ihrem unbändigen Willen.

Olympische medaillen und kindheitsträume
Burghardt blickt auf eine Karriere zurück, die von zahlreichen Erfolgen geprägt ist. Neben der olympischen Silbermedaille im Bob zählt sie eine Bronzemedaille mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen in Paris 2024. Doch was ihr am meisten bedeutet, ist der Start über 100 Meter bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021. “Damit habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt”, so Burghardt im Gespräch mit BR24Sport.
Die Entscheidung, ihre Karriere zu beenden, sei ihr nicht leicht gefallen. “Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wann der perfekte Zeitpunkt ist. Du fühlst es irgendwann”, erklärt sie. Ihr Weg war von Verletzungen und Rückschlägen geprägt, aber sie hat nie aufgegeben. “Ich habe mich am Anfang meiner Karriere nicht getraut, groß zu träumen”, gesteht sie, “aber immer wieder aufzustehen und an mich zu glauben, hat mich motiviert.”
Ihre Trainerin Christine Beckerle erinnert sich an ihre Anfänge beim TSV Winhöring: “Die Alex konnte alles, sie war immer vorne mit dabei.” Eine Prognose, die sich im Laufe der Jahre mehr als bewahrheitet hat. Burghardt hat nicht nur nationale Titel gewonnen, sondern auch die Weltkarte bereist und dabei olympisches Edelmetall errungen. Nur wenige Athleten weltweit haben es geschafft, bei Sommer- und Winterspielen Medaillen zu gewinnen – Alexandra Burghardt gehört dazu.
Auch wenn sie sich nun von den Wettkämpfen verabschiedet, bleibt die Erinnerung an ihre außergewöhnlichen Leistungen. “Ich will in Erinnerung bleiben als jemand, die immer neue Wege gegangen ist und an sich geglaubt hat.” Ein Vermächtnis, das weit über die Sportwelt hinaus Bestand haben wird.
