Brustenga: vuelta a españa – das ziel, das zählt!
Marc Brustenga blickt mit ruhiger Reife auf eine Karriere im Peloton zurück, geprägt von harten Kämpfen und dem schnellen Wandel des Radsports. Der erfahrene Fahrer konzentriert sich nun voll und ganz auf die zweite Saisonhälfte, wobei die Vuelta a España im Zentrum seiner Gedanken steht – ein Ziel, das er mit aller Kraft verfolgt.
Die motivation: la vuelta und die vorbereitung
„Ja, das stimmt. Sowohl für das Team als auch für mich ist La Vuelta das große Ziel“, erklärt Brustenga. „Ich würde mich persönlich sehr freuen, dabei zu sein, und das ist die Hauptmotivation für die zweite Saisonhälfte. Im Moment wissen wir noch nicht genau, wer das endgültige Aufgebot bilden wird. Ich werde mich aber mit viel Liebe und Hingabe vorbereiten, um mein Bestes zu geben und das Vertrauen des Teams zu gewinnen.“
Brustenga blickt auf eine Saison mit einigen Enttäuschungen zurück, aber auch auf einen verdienten Sieg in Frankreich. „Vor ein paar Jahren hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass ich gewinnen muss. Aber nach allem, was ich erlebt habe, weiß ich, dass ein Sieg zwar schön ist, aber nicht alles ist. Im Radsport ist es sehr kompliziert zu gewinnen, besonders bei dem aktuellen Niveau. Wir arbeiten darauf hin, aber ich bin nicht besessen davon. Es ist auch wertvoll, eine gute Arbeit für das Team zu leisten oder einen Mitstreiter zum Sieg zu verhelfen.“

Unsicherheit und teamgeist
Die aktuelle Situation des Teams, die Suche nach einem Hauptsponsor, stellt eine zusätzliche Belastung dar. „Es ist eine seltsame Situation, da das Team eine sehr gute Leistung erbringt. Wir haben dieses Jahr einen neuen Rekord an Siegen aufgestellt, und das ist erst die halbe Saison vorbei. Das zeigt, dass wir viel Potenzial und Qualität haben. Es ist daher umso bedauerlicher, dass wir uns in dieser Lage befinden.“ Brustenga betont jedoch den Zusammenhalt im Team: „Wir versuchen, uns gegenseitig zu unterstützen und das Beste aus der Situation zu machen, damit die Zukunft des Teams so sicher wie möglich ist. Es ist eine Struktur, die es verdient, weiterzuleben.“
Mit einem Vertrag für das nächste Jahr ist Brustenga zwar langfristig gebunden, aber sein Management hält die Augen offen. „Ich konzentriere mich im Moment auf die Straße und die zweite Saisonhälfte. Mein Ziel ist La Vuelta. Natürlich habe ich einen Vertrag für zwei Jahre, aber die aktuelle Situation gibt uns eine gewisse Freiheit, und mein Manager sucht nach der besten Lösung für meine Zukunft. Ich möchte mich als Radfahrer etablieren und an den besten Klassikern des Kalenders teilnehmen.“

Ein schneller anfahrer für anspruchsvolle rennen
Brustenga sieht sich als Fahrer für Eintagesrennen. „Ich bin kein reiner Sprinter. Wenn ich in Topform bin, kann ich Rennen wie das, das ich dieses Jahr gewonnen habe, bestreiten – anspruchsvolle Klassiker mit steilen Anstiegen und schwierigen Streckenprofilen. Ich definiere mich als einen schnellen Fahrer, der Steigungen gut meistert und sich an kurze, intensive Anstrengungen anpassen kann.“
Die Vorbereitungen für die kommenden Rennen sind bereits in vollem Gange. Brustenga wird nicht an den Meisterschaften teilnehmen, sondern direkt in Sierra Nevada reisen, um sich auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten. Sein erster wichtiger Termin ist die Vuelta a Burgos, gefolgt von der Entscheidung, ob er an der Vuelta a España teilnehmen kann. „Wenn das Team der Meinung ist, dass ich dabei sein sollte, werde ich mein Bestes geben und um einen Etappensieg kämpfen.“
Die Erfolge von Cobo und Sosa zeigen das Potenzial des Teams. „Cobo hat nach einigen schwierigen Jahren endlich seine Form gefunden und bewiesen, was für ein Radfahrer er ist. Sosa hat nach einer Operation an der Iliakarterie ebenfalls wieder sein Niveau erreicht. Und dann ist da noch Ibón, der jahrelang hart gearbeitet hat und nun die Früchte seiner Arbeit erntet.“
Brustenga träumt von Paris-Roubaix und anderen prestigeträchtigen Rennen. „Das ist die Motivation, die ich jetzt habe: ein Leistungsniveau zu erreichen, mich in dieser Welt zu etablieren und so viel wie möglich beizutragen.“
Der mögliche Verlust des Teams wäre eine Tragödie für den spanischen Radsport. „Es wäre eine große Schande und ein Verlust für den Radsport, wenn ein solches Team verschwinden würde. Es hat eine wichtige Geschichte, sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich, und leistet einen großen Beitrag zur Nachwuchsförderung. Ich hoffe, dass wir Glück haben und das Team weiter bestehen kann.“
Die steigenden Kosten und die Notwendigkeit, Sponsoren zu finden, stellen den Radsport vor große Herausforderungen. Brustenga schließt sich der Hoffnung an, dass wirtschaftliches Wachstum dem Sport zugutekommt. „Es wird Gewinner und Verlierer geben. Aber ich hoffe, dass wir zu den Gewinnern gehören.“
Seine erste Profisiège bewahrt Brustenga in einem gerahmten Foto, das seine Mutter für ihn gemacht hat. „Es war ein etwas seltsamer Sieg, da ich erst nach der Disqualifikation des ursprünglichen Siegers gewonnen habe. Aber der Sieg zählt, und das Foto ist ein besonderes Andenken. Es ist ein sehr spezieller Moment, denn ich habe meinen ersten Sieg an demselben Tag bestritten, an dem ich mein erstes Rennen gefahren bin – zwanzig Jahre später!“
Mit einem Blick in die Zukunft sendet Brustenga seine Unterstützung an die Teamkollegen und das gesamte Team. „Ich wünsche allen viel Kraft und hoffe, dass wir gemeinsam etwas Besonderes erreichen können.“
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