Bruno ogbus: der weg zum stammspieler beim sc freiburg
Bruno ogbus: der weg zum stammspieler beim sc freiburg
Bruno Ogbus, der junge Schweizer mit nigerianischen Wurzeln, hat sich in den letzten Monaten beim SC Freiburg erste Spuren hinterlassen. Doch der 20-Jährige sieht sich selbst noch nicht als etablierten Teil des Teams. Im Interview mit dem SWR Sport spricht Ogbus offen über seine Ziele und Herausforderungen.
Die comeback-story
Die sieben Bundesliga-Spiele, die Ogbus bereits bestritten hat, sind der Höhepunkt einer bemerkenswerten Comeback-Geschichte. Im Dezember 2024 erlitt er einen Achillessehnenriss, der ihn lange ausbremste. Nach seiner Rückkehr im Sommer 2025 musste er sich erneut beweisen und Spielpraxis in der Regionalliga sammeln. "Am Anfang war es gut, einfach um wieder in den Spielrhythmus zu kommen", so Ogbus.

Gedanken über eine leihe
Um schneller wieder auf höchstem Niveau mitspielen zu können, gab es Überlegungen zu einer Leihe. Der 1. FC Kaiserslautern soll Interesse gehabt haben. Doch dann verletzte sich Philipp Lienhart, Innenverteidiger beim SC Freiburg, und Ogbus erhielt seine Chance. Er nutzte diese und konnte sich im Bundesliga-Kader festigen. "Es freut mich natürlich sehr, jetzt Bundesliga spielen zu können", betont er.

Vielseitigkeit als trumpf
Trainer Julian Schuster schätzt Ogbus’ Vielseitigkeit. Er kann sowohl als Innenverteidiger als auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden. Diese Flexibilität macht ihn zu einer wichtigen Alternative in englischen Wochen, in denen der SC Freiburg in der Bundesliga, der Europa League und im DFB-Pokal gefordert ist. Ogbus selbst sagt: "Innen, Außen, linker Innenverteidiger, rechter Innenverteidiger – das gefällt mir alles gut. Hauptsache ich spiele!"

Von der jugend zum profi
In seiner Jugend war Ogbus sogar gelegentlich als Stürmer aktiv. "Da weiß ich selbst nicht, wie das passiert ist", lacht er. Doch seine bevorzugte Position ist klar: "Ne ne, lieber hinten!" Er beschreibt sich selbst als "zweikampfstark" und "defensiv sehr kopfballstark". Er sei auch mutig, räumt aber ein, dass er daran noch arbeiten könne.
Ziele für die zukunft
Ein großes Vorbild hat Ogbus nicht. Aber er lernt viel von seinen erfahrenen Mitspielern Philipp Lienhart und Matthias Ginter, der gerade sein 400. Spiel bestritten hat. Er möchte sich in Sachen Positionierung verbessern und so viel Spielpraxis wie möglich sammeln, um zu zeigen, was er kann. Das nächste Ziel ist das Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Hertha BSC, wo er alles geben will, um erneut nach Berlin zu kommen.

Ogbus' werte im überblick
| Position | Alter | Nationalität |
|---|---|---|
| Innen-/Rechtsverteidiger | 20 Jahre | Schweiz / Nigeria |
Quelle: swr
