Bristol city feuert struber – roy hodgson kehrt mit 78 zurück
Six Games, zero Siege, null Hoffnung: Bristol City hat die Geduld verloren. Gerhard Struber muss gehen, Roy Hodgson übernimmt – 44 Jahre, nachdem er die Robins das erste Mal trainierte.
Der österreicher verpufft im süden englands
Ein Sommer voller Pöstchen, ein Winter voller Frust. Struber kam frisch von der Kölner Entlassung, startete mit Siegespathos, doch die Tabelle trügt: nach 39 Spielen liegen die Robins neun Punkte hinter den Play-offs. Die 0:1-Pleite gegen Drittligist Port Vale im FA-Cup setzte dem Debakel die Krone auf. Die Fans sangen nicht mehr, sie zählten nur noch die Minuten bis zur Kabine.
Co-Trainer Bernd Eibler fliegt mit – ein Paketdeal aus Salzburg, das nun in Bristol scheitert. Die Vereinsbosse sprachen von „nicht erfüllten Erwartungen“, doch hinter den Kulissen kursiert ein anderes Wort: Relegationsangst. Die Championship frisst Trainer, besonders jene, die Tiki-Taka predigen, aber Punkte versenken.

Hodgson kehrt zurück – nicht als museumsstück, sondern als brandsatz
Roy Hodgson, 78, hat Palace verlassen, weil sein Körper damals zitterte – nicht vor Gegnern, sondern vor einem Schwächeanfall. Nun steht er wieder an der Linie, mit derselben Stimme, die einst England zur EM führte. „Ich hatte tolle Gespräche mit dem Vorstand“, sagt er, und man hört den Akzent von 1970er-Jahre-Fußball, als Bristol ihn erstmals holte.
Charlie Boss, Geschäftsführer, spricht nicht von Siegen, sondern von „Standards und Werten“. Das ist Code für: Disziplin, Zweikampf, lange Bälle, wenn nötig. Hodgson bekommt sieben Spiele, um die Saison zu retten – und um die DNA des Klubs neu zu codieren. Erstes Hindernis: Charlton Athletic am Karfreitag, ein Aufsteiger, der sich nicht für Retro-Trainer interessiert.
Die Zahl, die bleibt: 44 Jahre zwischen seinem ersten und zweiten Amtsantritt in Bristol. Kein Trainer weltweit kann das aufweisen. Das ist keine Personalie, das ist ein Stück lebendige Fußballgeschichte – und vielleicht die letzte Rettung für einen Klub, der sonst in die bedeutungslose Mittelmäßigkeit rutscht.
