Bremerhaven brennt: pinguins gegen nürnberg – alles oder nichts
19:30 Uhr, Eisarena Bremerhaven. Die Scheinwerfer springen an, das Eis glüht. Für die Fischtown Pinguins beginnt jetzt die Saison der Wahrheit. Gegner: Nürnberg Ice Tigers. Modus: Best-of-Three. Ziel: Viertelfinale gegen die Adler Mannheim – und ein Wiedersehen mit Maximilian Franzreb, dem Ex-Pinguins-Goalie, der ihnen im letzten Winter noch den Rücken freigehalten hatte.
Der weg ist der preis für platz sieben
Die Hauptrunde endete mit einem 6:1-Kantersieg gegen Dresden – und trotzdem mit einem Kloß im Hals. Weil Berlin ebenfalls gewann, rutschten die Pinguins auf Rang sieben und landeten in der Qualifikationsfalle. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, sagt Manager Sebastian Furchner, der von 1998 bis 2022 selbst als Spieler auf der Platte stand. Disziplin, Chancenverwertung, kein Platz für Romantik. Kein Wunder: Nürnberg gilt als unangenehmer Rivalen, der in der Lage ist, jede Favoritenrolle zu zerreißen.
Die Tickets sind fast weg. Restplätze, zusammenhängende Sitz- und Stehplätze, plus Public Viewing im Apollo. Die Stadt atmet Eishockey. Die Fans wissen: Verliert man heute, droht am Freitag in der Franken-Arena ein Geduldstest. Steht es nach zwei Spielen 1:1, wird Sonntag um 14 Uhr ein winner-takes-all auf deutschem Eis entschieden.

Franzreb wartet – und die pinguins auch
Die Adler Mannheim haben bereits gefastet, trainieren leise auf ihren Gegner. Torwart Maximilian Franzreb, einst Held in Bremerhaven, bereitet sich mental auf ein mögliches Duell gegen seine alten Kollegen vor. Für die Pinguins ist das Motto klar: Erst Nürnberg erledigen, dann den Ex-Kollegen die Hand schütteln. Furchner verspricht: „Ich glaube ganz fest an meine Jungs.“ Glauben reicht nicht – sie müssen liefern. Heute Nacht wissen wir, ob das Viertelfinale nur eine Autobahntaufe oder schon Realität ist.
