Bremen entfesselt sich: milosevic schießt werder zum lebenszeichen

Bremen – Nach 13 sieglosen Spielen hat Werder Bremen endlich wieder einen Bundesliga-Sieg gefeiert. Ein 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim, der für die abstiegsbedrohten Bremer wie eine Erlösung wirkt. Jovan Milosevic war der Mann des Tages, aber auch ein Eigentor von Hennes Behrens besiegelte die Niederlage der Gäste.

Die pleitenserie reißt – doch die sorgen bleiben

Die pleitenserie reißt – doch die sorgen bleiben

Der Druck war immens, das Duell der Kellerkinder eine Zerreißprobe für Nerven. Werder Bremen, vor eigenem Publikum gefordert, zeigte eine engagierte Leistung, zu der auch die eindringliche Ansprache eines Capo vor dem Spiel beigetragen haben dürfte. Doch trotz anfänglichen Drucks und einigen vielversprechenden Chancen wollte der Ball einfach nicht im Netz landen. Ein vermeintlicher Treffer von Olivier Deman zählte nach Videobeweis nicht, Milosevic scheiterte aus kurzer Distanz und Romano Schmid traf nur den Pfosten.

Heidenheim, ohnehin als Abstiegskandidat gehandelt, agierte vor allem defensiv und versuchte, Konter zu fahren. Die Begegnung war geprägt von Nervosität und der Angst vor dem entscheidenden Fehler. Trainer Daniel Thioune hatte vor dem Spiel betont, Werder sei eigentlich in der Lage, ein Heimspiel gegen Heidenheim zu gewinnen. Doch es dauerte bis zur 57. Minute, bis Milosevic mit einem Kopfball die Werder-Fans zum Jubeln brachte.

Nach dem Führungstreffer drängte Heidenheim auf den Ausgleich, doch Werder verteidigte leidenschaftlich. Chancen auf das 3:0 vergaben Justin Njinmah und Keke Topp, bevor Hennes Behrens in der Nachspielzeit das i-Tüpfelchen setzte und per Eigentor alles klar machte. Für Heidenheim scheint die Situation statistisch aussichtslos. Mit nur 14 Punkten aus 24 Spielen hat im modernen Fußball noch kein Team den Klassenerhalt geschafft.

Thioune, der Nachfolger von Horst Steffen, feierte seinen ersten Sieg nach drei Niederlagen. Doch trotz des wichtigen Dreiers bleibt die Lage für Werder Bremen angespannt. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob dieser Sieg tatsächlich der Wendepunkt ist, oder nur ein Strohfeuer. Die Fans hoffen auf mehr Konstanz und eine weitere Steigerung der Leistung. Denn die Bundesliga ist unberechenbar, und der Kampf gegen den Abstieg noch lange nicht entschieden.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Werder Bremen hat sich mit diesem Sieg zumindest vorübergehend etwas Luft verschafft. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Werder wirklich aus dem Tabellenkeller entkommen kann.