Brandt schmeißt hin: zoff mit bundestrainer kreis beendet karriere
Schock in der deutschen Eishockey-Szene: Marcel Brandt, der torgefährlichste Verteidiger der DEL, hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Der Grund: Ein offenbar unüberbrückbarer Konflikt mit Bundestrainer Harold Kreis, der Brandt seit drei Jahren ignoriert haben soll. Ein Ende, das viele Fans überrascht, denn Brandt hatte zuletzt in der Hauptrunde mit 16 Toren seine Klasse bewiesen.

Ein 'no-go' für den verteidiger
Brandts Entscheidung ist nachvollziehbar, wie er selbst erklärt: „Wenn von einem Bundestrainer Aussagen kommen, dass er dich die letzten drei Jahre nicht interessiert hat und dich nicht beobachtet hat, dann ist das für mich Aussage genug. Das ist einfach ein No-Go.“ Der 33-Jährige, der 2021 und 2022 noch bei Weltmeisterschaft und Olympischen Spielen zum Stammpersonal gehörte, fühlte sich offensichtlich seitdem vor die Tür gesetzt. Er hatte stets gewartet, auf einen Anruf, der nie kam. Auch für die WM in der Schweiz gab es keine Einladung, wenngleich es zu einem Gespräch mit Kreis kam.
„Er hat sich entschuldigt, dass er die Zeit nicht zurückdrehen kann. Wir sind im Guten auseinandergegangen“, so Brandt. Aber die Worte reichen nicht aus, um die Frustration eines Spielers auszugleichen, der sich von seinem Trainer ignoriert fühlt. Die Entscheidung, seine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden, fiel ihm und seiner Frau gemeinsam.
Kreis hingegen versuchte, die Situation herunterzuspielen. „Er hat aus persönlichen Gründen abgesagt“, erklärte er gegenüber MagentaSport. Eine Erklärung, die bei den Fans und Experten auf wenig Gegenliebe stößt. Die Frage ist: Wie wirkt sich dieser offene Konflikt auf die Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft auf zukünftige Turniere aus?
Es bleibt abzuwarten, ob dieser Rücktritt ein Wendepunkt für den deutschen Eishockey-Verband (DEB) sein wird. Die Fans fordern Transparenz und eine offene Kommunikation, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Denn eines ist klar: Talent wie Marcel Brandt braucht das Team, und ein solches Tauziehen zwischen Spieler und Trainer kann nur schaden.
