Braisaz-bouchet nimmt konsequenzen: biathlon-star trennt sich vom verband!
Schock in der Biathlonszene: Justine Braisaz-Bouchet, die französische Massenstart-Olympiasiegerin von 2022, wird sich nicht mit dem französischen Skiverband auf die kommende Saison vorbereiten. Eine Entscheidung, die für Überraschung sorgt und Fragen aufwirft, nachdem ihre Leistungen bei den Spielen in Mailand und Cortina enttäuschend ausgefallen waren.

Familie vor sportlichem erfolg?
Der französische Verband bestätigte die Nachricht am Mittwoch in einer knappen Erklärung. Demnach habe sich die 29-Jährige bewusst entschieden, „ihre Vorbereitung auf eine Balance zwischen Beruf und Privatleben auszurichten, in der ihre Familie einen zentralen Platz einnimmt“. Es ist nicht das erste Mal, dass Braisaz-Bouchet einen ungewöhnlichen Weg geht – bereits im Oktober hatte sie sich abseits des Verbandes zurückgezogen und eigenständig trainiert. Diese Entscheidung sei, so die FFS, „das Ergebnis persönlicher und sportlicher Überlegungen“, die sie in enger Absprache mit dem Trainerteam und den Verantwortlichen getroffen hat.
Doch was bedeutet das konkret? Die Details ihrer neuen Trainingspläne sind noch unbekannt. Fest steht: Braisaz-Bouchet bleibt dem französischen Biathlon weiterhin verbunden. Der Verband bekräftigte, dass sie sich „weiterhin voll und ganz für das gemeinsame Projekt des französischen Biathlons engagiert“, wobei der Stab der französischen Nationalmannschaften ihr ihre volle Unterstützung zusichert. „Leistung entsteht auch durch persönliche Ausgeglichenheit und Stabilität“, so die offizielle Stellungnahme.
Die Ergebnisse in Italien lassen jedoch Zweifel aufkommen: Im Einzel stürzte sie mit Platz 80 ab, im Sprint landete sie auf einem enttäuschenden 62. Platz und im Massenstart wurde sie 27. – eine Leistung, die deutlich hinter ihren gewohnten Ansprüchen zurückblieb. Und während ihre Teamkolleginnen Gold in der Staffel holten, musste sie zuschauen. Die Frage, ob dieser radikale Schritt der richtige ist, um ihre Form wiederzuerlangen, bleibt offen.
Es ist eine Wette mit ungewissem Ausgang. Braisaz-Bouchet setzt auf eine Balance, die viele Athleten für unrealistisch halten. Ob diese Strategie aufgeht und sie bei den nächsten Wettkämpfen wieder zu alter Stärke findet, wird die Biathlonszene mit Spannung beobachten. Ein klares ist: Der Druck ist enorm.
