Bottani steht vor dem aus: lugano lässt club-ikone ziehen

300 Spiele, zehn Jahre, ein Stadionwechsel – und vielleicht kein Meter mehr für Lugano. Mattia Bottani, das Herz der Bianconeri, droht im Sommer abgelöst zu werden. Sein Vertrag läuft aus, die Verhandlungen stagnieren, die Gerüchteküche brodelt.

Pelzer spricht von „austausch“, meint aber wohl abschied

Pelzer spricht von „austausch“, meint aber wohl abschied

Sportchef Sebastian Pelzer formuliert vorsichtig: „Wir sind im Austausch.“ Doch hinter den Kulissen heißt es: Der Klub plant ohne seinen langjährigen Flügelflitzer. Die AIL Arena, die 2025 ihre Tore öffnet, soll offenbar ohne den Publikumsliebling eröffnen. Ein Schritt, der bei Fans und Mitspielern für Unverständnis sorgt.

Bottani selbst fühlt sich laut internen Daten topfit. Die Laktatwerte eines 25-Jährigen, die Laufleistung eines Jungprofis. „Ich bin bereit, weiterzumachen“, soll er in der Kabine gesagt haben. Doch die Entscheidung liegt nicht bei ihm. Luganos Führung setzt offenbar auf Verjüngung, auf neue Gesichter, auf frisches Kapital. Mehr als die Hälfte des Kaders wurde in den letzten zwölf Monaten ausgetauscht.

Ein bitterer Nebenton klingt mit: Der 32-jährige Tessiner war nicht nur Spieler, sondern Identifikationsfigur. Wer die Kurve der Cornaredo in den letzten Jahren besuchte, sah das Trikot mit der Nummer 7 auf unzähligen Rücken. Ohne Bottani wirkt der Umzug in die neue Arena wie ein Schnitt, nicht wie eine Kontinuität.

Die Zeit drängt. Noch drei Monate, dann endet der Vertrag. Wer sich jetzt nicht bewegt, verliert einen Kämpfer, der nie die Eleganz eines Superstars hatte, aber die Seele eines Vereins in sich trug. Lugano mag neue Fans gewinnen mit moderner Infrastruktur. Ob es die alten halten kann ohne Bottani, wird sich zeigen.